Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaft A-Junioren
45 Tore für die geschundene Preußen-Seele

Münster -

In der Liga gab es bislang keinen einzigen Sieg, unter dem Hallendach dagegen blieb die A-Jugend von Preußen Münster ungeschlagen. Zielsicher und völlig verdient setzte sich der Bundesligist die Krone auf. Wie zuvor die U 23 und die U 17. Nun erhofft sich Trainer Arne Barez eine heilende Wirkung.

Montag, 06.01.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 13:56 Uhr
Endlich mal feiern: Preußens A-Junioren sind Stadtmeister 2020.
Endlich mal feiern: Preußens A-Junioren sind Stadtmeister 2020. Foto: fotoidee.com

Die Dominanz war schon erdrückend. Nur die A-Jugendlichen des SC Münster 08 zeigten dem Favoriten die Zähne. Beim Auftaktremis in der Endrunde und später im Finale, als der Außenseiter dem Bundesligisten SC Preußen 1:2 unterlegen war. „Perfekt für die Zuschauer“, so Arne Barez, der Trainer des Siegers. Nach seinem temporären Abstecher zu den Drittliga-Profis ist er wieder voll in seinem Metier. Mit einem klaren Auftrag: Klassenerhalt.

Der Ausflug unters Hallendach war eine willkommene und motivierende Abwechslung. „Hat Spaß gemacht“, sagt der Fußball-Lehrer. Endlich gab es was zu feiern. Magere sieben Remis holten die Jungadler in der Liga – zu wenig, um sorgenfrei in das neue Jahr zu starten. „So ein Erfolg ist schon gut fürs Selbstvertrauen“, glaubt Barez. Zumal Münster sich seinen Hinrundenfrust am Berg Fidel richtig von der Seele ballerte. 45 Treffer sind der eindrucksvolle Beleg, dass hier großer Nachholbedarf herrscht. Jürgen Sinev traf allein zwölfmal – das reichte mit Abstand zur Torjägerkrone. Bajrush Osmani mit sieben Toren sowie Luis Frieling, Can Pohl und Jano Ter-Horst, die je fünfmal das gegnerische Gehäuse äußerst produktiv anvisierten, rundeten den torhungrigen Auftritt im Kollektiv ab.

Das einzige Hallenturnier war gleichsam der Auftakt in die Vorbereitung für den Nachwuchs des SCP. In knapp vier Wochen geht es im Meisterschaftsreigen nahtlos weiter. Dann am 2. Februar mit dem Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach. „Es ist nichts verloren“, weiß Barez. Nur zwei Pünktchen beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer. Erstaunlich, dass nach 14 Spielen neben Münster auch Schlusslicht Alemannia Aachen (sechs Zähler), Viktoria Köln, der Wuppertaler SV (je neun) und der MSV Duisburg (zwölf) noch eine offene Baustelle in Sachen Punktekonto haben.

Mit dem Finalsieg der Preußen und der würdigen Ehrung gaben sich die „Macher“ des 1. FC Gievenbeck in einem Zuge die Besen zum Reinemachen in die Hände. „Um 21 Uhr war am Sonntag alles abgebaut“, sagt Christian „Lüde“ Wielers, für neun Tage die Stimme der Stadtmeisterschaften. Möglich, weil auf allen Ebenen gleichzeitig gewerkelt wurde. Am Montagmorgen wurden nur noch Kleinigkeiten abgeholt – Münsters große Fußballfeste unter dem Hallendach sind erst mal ein Stück Geschichte.

Nicht ganz: In knapp zwei Wochen trifft sich das Orga-Team zu einem Brainstorming. „Dann kommt alles auf den Tisch – was war gut, was können wir besser machen“, so Wielers. Im Mai, Juni geht es in die detaillierte Planung für die 44. Auflage.

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