Fußball: 3. Liga
Duisburg nimmt Preußen Münster auseinander

Münster -

Eine Woche nach dem Auswärtssieg beim Schlusslicht in Jena kassiert der SC Preußen Münster vor 8903 Zuschauern eine 1:4 (1:2)-Schlappe gegen Spitzenreiter MSV Duisburg. Das mag vor allem der Einschätzung der eigenen Stellung in der Liga dienen. Münster und sein neuer Trainer Sascha Hildmann standen und stehen weiterhin ganz unten drin. Es wird ein langer und harter Kampf gegen den Abstieg.

Samstag, 01.02.2020, 15:55 Uhr aktualisiert: 01.02.2020, 17:13 Uhr
Fußball: 3. Liga: Duisburg nimmt Preußen Münster auseinander
Ahmet Engin erzielt das zweite Duisburger Tor. Foto: Jürgen Peperhowe

Die 3. Liga mag ja ausgeglichen sein, zumindest sagt man ihr das nach. Aber der SC Preußen Münster, der vor Wochenfrist mit 2:1 beim Schlusslicht in Jena siegte, ging eine Woche später gegen Spitzenreiter MSV Duisburg mit 1:4 unter. Ein Klassenunterschied an diesem Tag, wenn es dumm läuft zwei Klassen am Ende dieser Spielzeit.

Es gab Zeiten, da gab es gegen den Tabellenführer nichts zu verlieren, da wurden in solchen Spielen ausschließlich Bonuspunkte vergeben. Diese Zeiten sind in Münster lange vorbei. Auch gegen Spitzenreiter MSV Duisburg ließ die angespannte Tabellenlage keine Kompromisse zu: Aktuell zählen nur Punkte – und eigentlich auch nur im Dreierpack. Vor allem, wenn die Konkurrenz die Zeichen der Zeit erkannt hat. Bereits am Freitagabend landete Viktoria Köln, eines der raren Teams in Sichtweite der Preußen, einen überraschenden 4:3-Erfolg in Halle und schlich sich schon mal außer Reichweite. Den nächsten Wirkungstreffer mussten die Preußen dann auf dem Platz einstecken: Keine elf Minuten waren gespielt, als Heinz Mörschel, an diesem Samstag Teil der Doppel-Sechs, in der eigenen Hälfte den Ball vertändelte und dann aus sicherer Entfernung mit anschauen durften, was ein Spitzenteam mit solchen Geschenken anzufangen weiß. Ball raus nach rechts und sofort zurück in die Mitte, wo in diesem Fall Petar Sliskovic aus kürzester Entfernung das Schleifchen aufzog und das 1:0 auspackte.

SC Preußen Münster – MSV Duisburg

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  • Hoch das Bein: Luca Schnellbacher gegen Tim Albutat.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jubel nach dem 1:1-Ausgleichstreffer von Simon Scherder.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Freistoß durch Duisburgs Moritz Stoppelkamp.

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  • Münsters Heinz Mörschel mit Köpfchen.

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  • Luca Schnellbacher im Duell mit MSV-Keeper Leo Weinkauf.

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  • Das 2:1 für Duisburg durch Ahmet Engin.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Fotos aus dem Preußenstadion.

    Foto: Jürgen Peperhowe
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    Foto: Jürgen Peperhowe

Das machte die Aufgabe naturgemäß nicht einfacher, ließ die hungrigen Meidericher aber zumindest ein wenig zur Ruhe kommen. Münster machte angetrieben von Motivationsmaschine Jan Löhmannsröben jetzt Druck, spielte sich unverdrossen in die nun dichte Verteidigungszone der Duisburger, erarbeitete sich vier Eckstöße in Serie, zunächst aber keine Chancen. Urplötzlich krachte es jedoch am Gebälk: Seref Özcan zieht mit Vollspann aus 17 Metern ab und hämmert das Leder unter Zuhilfenahme von Luca Schnellbachers Schuhspitze an den rechten Pfosten des MSV-Tores. Das Signal: Da geht was. Die gleichen Beteiligten zwölf Minuten später: Ecke Özcan, Schnellbachers Fußspitze und zum Abschluss der Kopf von Simon Scherder, 1:1. Der Ausgleich der Preußen war zu diesem Zeitpunkt verdient, weil Duisburg Münster walten ließ. Ein Fehler, den das Team von Trainer Torsten Lieberknecht aber umgehend mit einer neuen Spielgestaltung abstellte. Der Spitzenreiter zog das Tempo wieder an. Torschütze Sliskovic überlief Max Schulze Niehues auf der rechten Seite und schob den Ball an den Pfosten, von da sprang das Leder vorbei an Simon Scherder an das Schienbein von Ahmet Engin: 2:1 für die Gäste, die den Eindruck vermittelten, jederzeit das Tempo nach Bedarf anziehen zu können.

Nackenschlag nach der Pause

So durften sich die Preußen auch im zweiten Abschnitt, jetzt mit Neuzugang Tobias Steurer für Torschütze Simon Scherder offensiver aufgestellt, wieder häufiger vorne zeigen und kassierten vom Dirigenten nach exakt zehn Minuten den nächsten Nackenschlag. Das Duo des Schreckens aus Preußensicht langte erneut zu: Engin mit seiner zweiten Torvorlage und Siskovic mit seinem zweiten Treffer erzielten begünstigt durch die viel zu zaghaften Verteidigungsversuche durch Alexander Rossipal und Schulze Niehues den dritten und vorentscheidenden Treffer zum 3:1 (56.). Es war der K.o.-Treffer an diesem Tag. Duisburg war in der Folge nicht mehr zu stoppen, Münster endgültig ausgebremst. Nach 70 Minuten war es wieder Ahmet Engin, der seinen zweiten und den vierten Treffer der Gäste erzielte. Hier war die Messe gelesen, den Choral zum Auszug sangen die bestens gelaunten Gästefans: Spitzenreiter, Spitzenreiter … Davon sind die Preußen derzeit Lichtjahre entfernt.

Preußen Münster: Schulze Niehues -- Scherder (46. Steurer), Löhmannsröben, Rossipal -- Schauerte, Erdogan. Mörschel (60. Königs), Hoffmann -- Özcan (60. Litka), Schnellbacher, Cueto

MSV Duisburg: Weinkauf - Bitter , Gembalies , Compper (69. Boeder) , Sicker - Albutat , Ben Balla , Engin , Stoppelkamp (78. Mickels), Scepanik - Sliskovic

Tore: 0:1 Sliskovic (11.), 1:1 Scherder (36.), 1:2 Engin (41.), 1:3 Slickovic (56.), 1:4 Engin (70.)

Zuschauer: 8903

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