Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Preußen trotz Führung gegen Bielefeld weiter sieglos

Münster -

Ist der Abstieg überhaupt noch zu verhindern? Auch im zweiten Spiel des Jahres blieb die U 19 von Preußen Münster ohne Zähler. Weiter wartet der Vorletzte auf den ersten Saisonsieg. Beim 1:2 gegen Arminia Bielefeld brachte auch ein Vorsprung nichts.

Sonntag, 09.02.2020, 20:34 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 22:40 Uhr
Mit allen Mitteln: Preußen Münsters Angreifer Jürgen Sinev (v.) sieht sich einer heftigen Attacke von Bielefeld
Mit allen Mitteln: Preußen Münsters Angreifer Jürgen Sinev (v.) sieht sich einer heftigen Attacke von Bielefeld Foto: Peter Leßmann

In der Ruhe vor dem Sturm haben die A-Junioren des SC Preußen Münster ihr bilanztechnisches Tief nicht überwunden. Im Stadion gab es trotz einer vergleichsweise Vielzahl an Chancen den nächsten derben Rückschlag mit dem 1:2 (1:0) gegen Arminia Bielefeld. Die individuell meistens unterlegenen Jung-Adler bleiben siegloser Vorletzter und das offensivschwächste Team der Bundesliga West.

Dabei packten die Preußen vor der Pause mutig und zielstrebig die Aufgabe an, genau das Manko zu mildern. Mehrmals gelang es, hinter die Kette zu kommen – schon nach Zuspiel von Aktivposten Tobias Heering schloss Jürgen Sinev freistehend ab (4.), verzog aber. Nach Pass von Tom Sikorski war mit Marvin Mika der zweite Stürmer nur regelwidrig von Tom Haßheider zu bremsen. Den Elfmeter verwandelte Mika selbst (9.). Minuten später blieb ihm der zweite Strafstoß versagt, dabei foulte Haßheider erneut. Und nach einem Befreiungsschlag eilte Mika auf und davon, verzettelte sich aber beim Versuch, Torwart Agoston Kiss zu umspielen.

Nach vorne hin sah das alles gradliniger aus als in etlichen anderen Partien, aber im Defensivverhalten war Luft nach oben. Die Bielefelder Außen Bahattin Karahan rechts und Dildar Atmaca links, die dem vom 1. FC Köln geholten Junioren-Nationalspieler Sebastian Müller zuliefern sollten, agierten als geschickte Tempodribbler gefährlich. Glück hatte der verwarnte Arminia-Außenverteidiger Maxim Bairamov, dass er nach einem taktischen Foul nicht Gelb-Rot bekam. Bielefelds Coach Marcel Drobe wechselte ihn aus.

Nicht die führende Elf ging selbstbewusst die zweite Halbzeit an, sondern die, die reagieren musste. Und wie: Nach Doppelpass durch die Zentrale traf Karahan (48.), dann war der schnelle Atmaca von Til Busemann nur per Foul zu bremsen. Diesen Elfmeter nutzte Serkan Temin gegen Keeper Tom Breuers, der gegenüber Tom Limberg den Vorzug erhalten hatte, zur Führung (51.).

Der Doppelschlag war der Wirkungstreffer: Zweckmäßig und clever schaltete Arminia in den Kontrollmodus. „Wir haben ja noch Druck aufgebaut“, sagte Preußen-Coach Arne Barez, „ohne die klaren Chancen zu bekommen, die vorher da waren.“ Es gab Flankenbälle und Hereingaben nach Standards, aber echte Szenen nicht. „Ich vermisse das Selbstvertrauen. Wir ziehen auch in den Zweikämpfen zu oft zurück – dabei hat eigentlich vieles gepasst“, sagte Barez. Dass er und der Kader vor einer Mammutaufgabe stehen, hat sich erneut bestätigt.SCP:Breuers – Michalak, Busemann (83. Frieling), Pohl – Paenda (77. Humpert), Heering, Sikorski, Demirarslan (61. Markovski), Franke (61. Benjamins) – Mika, Sinev

Breuers – Michalak, Busemann (83. Frieling), Pohl – Paenda (77. Humpert), Heering, Sikorski, Demirarslan (61. Markovski), Franke (61. Benjamins) – Mika, Sinev
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