Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Preußen sind Leverkusen nicht gewachsen

Münster -

Die Lage im Keller wird immer bedrohlicher für die weiter sieglosen A-Junioren von Preußen Münster. 0:4 verloren sie gegen Bayer Leverkusen, einen Gegner, der natürlich eine andere Kragenweite besitzt. Bereits nach zehn Minuten waren die Gastgeber erledigt.

Sonntag, 23.02.2020, 13:40 Uhr aktualisiert: 24.02.2020, 13:20 Uhr
Schwer zu stoppen: Tobias Heering (r.) und Dario Markovski versuchen, den Leverkusener Cem Türkmen gemeinsam aufzuhalten.
Schwer zu stoppen: Tobias Heering (r.) und Dario Markovski versuchen, den Leverkusener Cem Türkmen gemeinsam aufzuhalten. Foto: fotoideen.com

Schon rein personell stand die Bundesliga-Partie der U 19 des SC Preußen Münster unter keinem guten Stern. Die zwangsweise erheblich umformierte Elf lag gegen Bayer Leverkusen nach elf Minuten aussichtslos zurück und kassierte mit dem zu happigen 0:4 (0:2) erstmals seit Monaten wieder eine deutliche Niederlage. Die fortgesetzte Sieglos-Bilanz hängt den Überforderten weiter wie ein Klotz an den Beinen.

In Erwartung der Bayer-Spielstärke und notgedrungen nach diversen Ausfällen setzte der West-Vorletzte auf ein defensives 5-3-1-1-Format – und hatte sich noch gar nicht wirklich positioniert in den neuen Rollen, als Stürmer Kingsley Sarpei nach Fehler von Keeper Tom Breuers trefflich abstaubte (2.). Per Elfmeter nach Foulspiel von Dario Markovski legte Drahtzieher Ayman Azhil in Minute elf nach.

„Das darf nie passieren, solche Tore gegen einen so spielstarken Gegner zu kassieren“, sah Preußen-Trainer Arne Barez, wie der Plan fix über den Haufen geworfen wurde. Im Hinspiel ackerten sich die Münsteraner noch zum 0:0, aber die Rückspiel-Aufgabe wuchs ihnen über die Köpfe. Ihre Formation musste Bayer im Mittelfeld quasi die Überzahl lassen, die Kapitän Azhil und Co. Weidlich ausnutzten. Rechts herum machte Leverkusen zwingend Druck, den Außenverteidiger Hans Anapak-Baka quirlig anschob. Der mit großem Tamtam zuletzt vom 1. FC Köln geholte Florian Wirtz blieb etwas unter dem Radar.

Es dauerte, bis die sichtlich geschockten Preußen um den aktiven Tobias Heering selbst mal zupackten und Bayer attackierten. „Ins Pressing kann man gegen Leverkusen so gut wie gar nicht gehen“, sagte Barez angesichts der spielerischen Klasse des Konkurrenten. Der ließ nur ein paar Standards gegen sich zu und ansonsten locker den Ball laufen.

In der eigenen Hälfte komprimiert, versuchten die Preußen den Schaden gering zu halten. Klappte nicht: Sarpei traf erneut (57.), nachdem Breuers noch gegen den Schuss von Marco Wolf Kopf und Kragen riskiert hatte. Und eine blutende Nase davontrug. Nach minutenlanger Behandlung spielte der Torwart weiter. Und war gegen den nächsten Versuch von Sarpei im Bilde. Der eingewechselte Abdul Fesenmeyer erhöhte noch (89.).SCP:Breuers – Humpert, Busemann, Sikorski, Wesberg, Paenda – Heering, Markovski (86. Frieling), Mika – Osmani (86. Sinev) – Selutin (86. Probst)

  • Der Stadionrasen war nach der Partie und den folgenden Regengüssen so ramponiert, dass das Oberliga-Derby der U 23 gegen RW Ahlen am Sonntag abgesagt werden musste. Das Spiel fiel nun schon zum zweiten Mal aus. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Die Wochenenden bis zum Saisonende sind im Grunde ausgebucht.
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