Fußball: 3. Liga
Preußen müssen gegen Rostock das Delta füllen

Münster -

Nur ein Sieg zählt für Preußen Münster, wenn das Team von Trainer Sascha Hildmann um 19 Uhr am Montag Hansa Rostock erwartet. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf Rang 16 und Viktoria Köln. Ein Erfolg, und Münster würde auf fünf Zähler verkürzen. Zweimal hintereinander hat der SCP aber in dieser Saison noch nicht gewonnen.

Sonntag, 01.03.2020, 16:20 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 20:21 Uhr
Kommt ein Königs geflogen: Marco Königs (links) schießt Assani Lukimya an, ein Handelfmeter blieb dem SCP versagt.
Kommt ein Königs geflogen: Marco Königs (links) schießt Assani Lukimya an, ein Handelfmeter blieb dem SCP versagt. Foto: Jürgen Peperhowe

Gerade als der SC Preußen Münster am Sonntag sein Abschlusstraining absolvierte, gut 24 Stunden vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock (Montag, 19 Uhr), folgte der nächste Brandbeschleuniger in Sachen Abstiegskampf. Diesmal kam die schlechte Kunde aus Ingolstadt, wo der Aufstiegsaspirant weiter strauchelte und mit 0:1 gegen Viktoria Köln unterlag. Das war nun keine Hilfe vom FCI. Und damit fehlen den Preußen acht Zähler zum rettenden Ufer, die nur auf fünf schmelzen würden, wenn Hansa Rostock bezwungen würde. Das Delta zu den Nicht-Abstiegsrängen wächst, man kann dabei zusehen, ein Blick auf die Tabelle reicht. Da ist richtig Druck auf dem Kessel im Preußenstadion, zumal in dann nur fünf Tagen vielleicht das Schlüsselspiel im Tabellenkeller ansteht: Preußen gastiert dann bei Viktoria. Fragen?

SCP-Coach Sascha Hildmann pocht derweil auf zuletzt gezeigte Stärken und den Plan für die kommenden noch ausstehenden 13 Aufgaben: „Das ist nicht der Plan Hildmann, sondern der Plan, von dem auch die Mannschaft restlos überzeugt ist.“ Die Preußen haben das Ich verlernt und kennen nur noch Wir.

Gemeint ist eine bedingungslose Disziplin aus einer defensiven Grundhaltung heraus. Dass die Konkurrenz zuletzt in Kaiserslautern und Uerdingen Münsters Spielweise als destruktiv beurteilte, erfreute Hildmann mehr als alles Andere: „Das ist doch das Beste, einfach geil. Wir wollen schön knorplig für den Gegner sein.“ Und auch Rostocks Mittelfeldspieler Nils Butzen gibt sich keinen Illusionen hin: „Das wird ein ekeliges Spiel.“

Dabei ist die Spielanlage mit dem 3-4-3 auf beiden Seiten identisch, nur der SCP pocht zunächst auf defensive Treue, daraus heraus sollen sich auch Chancen ergeben. „Hat doch geklappt zuletzt“, erklärt Hildmann. Das ist also der Masterplan: Rostock wird bei den Preußen offensiver erwartet, der SCP verteidigt alles weg und nutzt die erste Chance zum Tor.

Einzig Heinz Mörschel (Gelbsperre) wird fehlen, vermutlich ersetzt ihn Kevin Rodrigues Pires. Ansonsten dürfte die siegreiche Elf vom Uerdingen-Spiel erste Wahl sein. Hildmann freut sich, dass er aktuell wenig Personalsorgen hat. Julian Schauerte hat seine Fußverletzung aus dem letzten Spiel auskuriert. Und, so der Coach: „Natürlich ist das besser als jedes Wochenende irgendwie elf Spieler zusammenzubekommen. Der Konkurrenzkampf im Aufgebot ist da. Es gibt schwierige Entscheidungen zu fällen.“

SCP:Schulze Niehues - Scherder, Löhmannsröben, Erdogan – Schauerte, Wagner, Rodrigues Pires, Rossipal – Cueto, Königs, Özcan.

Liveticker aus dem Stadion ab 18 Uhr

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