Fußball: B-Junioren-Bundesliga
Heimpleite gegen Hennef dient Preußen als Warnung

Münster -

Grundsätzlich spielen die B-Junioren von Preußen Münster ja eine sehr gute Saison. Die 1:3-Heimniederlage gegen den FC Hennef war aber nicht eingeplant. Nun müssen sie deshalb vielleicht doch noch mal nach unten schauen.

Sonntag, 01.03.2020, 19:12 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 20:21 Uhr
Preußen-Kapitän Noah Kloth (l.) zieht hier Hennefs Torschützen Tariq-Emad Suleiman davon.
Preußen-Kapitän Noah Kloth (l.) zieht hier Hennefs Torschützen Tariq-Emad Suleiman davon. Foto: fotoideen.com

Auf tiefstem Rasen mussten Preußen Münster und der Drittletzte FC Hennef 05 ran. Im Coerder Waldstadion kamen die Gäste aus dem Rhein-Sieg-Kreis mit den Bedingungen besser klar und düpierten die Adler mit ihrem 3:1 (1:1)-Erfolg – dem erst zweiten auswärts.

Hennef reicht der Dreier für einen neuen Schub im Abstiegskampf, den Preußen kann die elfte Niederlage als Warnung dienen. Eine Woche nach dem 1:0 gegen Unterrath mangelte es auf dem schwer bespielbaren Geläuf an der Einstellung und ergo an der Qualität, ein zwingendes Offensivspiel aufzuziehen. „Der Gegner war viel galliger“, sagte Trainer Tobias Harink anerkennend. „Man darf den Rückschlag nicht zu dramatisch sehen – das ist er für uns nicht.“

Dabei gehörten Münster die ersten Minuten, aber irgendwie führte die Elf die offiziell 80 Zuschauer auf die falsche Fährte. Ersten Akzenten nämlich folgte lange Zeit nur Stückwerk – schon der Spielaufbau wirkte wenig sicher und zielgerichtet. „Der einfache Pass kam auf dem Rasen nicht an“, monierte Harink. Gut, dass Jonathan Wensing einen ganz feinen Fuß bewies, als er aus der Distanz einen Freistoß mit Pfostenhilfe wunderschön ins Tor setzte (25.).

Dem 3:0-Hinspielsieger gab die Führung aber keine Sicherheit. Münster geriet in der Viererkette ins Schwimmen, wenn Hennef mal attackierte. Nach Eckball traf Yasin Yaman aus dem Gewühl heraus (37.), obschon der Ball von den Preußen allemal hätte geklärt werden können. Torjäger Deniz-Fabian Bindemann, wegen einer Erkältung geschwächt und zunächst außen vor, kam (46.) – weil gerade das 1:2 gefallen war. Wieder luden die, nach einer Rechtsflanke zu zögerlich eingreifenden Preußen, den FC-Torschützen Tariq-Emad Suleiman regelrecht ein.

Hennef hatte jetzt sein Spiel und kaufte dem Gegner den Schneid ab. Die zweiten Bälle waren eine Beute der Willigen. Eren Cakir traf aus gut 16 Metern zum 3:1 (53.), weil ihm die Münsteraner den Ball passend servierten. „Solche Patzer dürfen uns niemals unterlaufen“, sagte Harink kopfschüttelnd. Trotz weiterer Personalwechsel kam seine Elf nicht mehr für die Wende in Betracht.SCP: Hardensett – Kranz, Hizarci (66. Pospiech), Hinterding, Hemsing (56. Fayad) – Reckels (56. Brodner), Korte, Kloth, Overhoff (66. Wigbels) – Hake (46. Bindemann), Wensing

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