Fußball: DFB erteilt Spielberechtigung
Preußen erhalten Drittliga-Lizenz

Münster -

Preußen Münster hat die Vorgaben erfüllt, auch in der nächsten Saison in der 3. Liga spielen zu dürfen. Dem Fußball-Drittligisten wurde die Lizenz mit kleineren Auflagen erteilt. Sportlich ist die Situation bislang nicht geklärt, der Tabellendrittletzte bangt um den Klassenerhalt.

Montag, 27.04.2020, 19:48 Uhr aktualisiert: 28.04.2020, 16:34 Uhr
Eigentlich können sich die Preußen-Fans auf eine weitere Spielzeit in der 3. Liga freuen.
Eigentlich können sich die Preußen-Fans auf eine weitere Spielzeit in der 3. Liga freuen. Foto: imago-imagesa

Wie erwartet hat der SC Preußen Münster die Spielberechtigung für die 3. Liga in der Saison 2020/21 erhalten. Die seit Anfang des Jahres laufende Lizenzierung wurde damit erfolgreich abgeschlossen. Der kaufmännische Geschäftsführer des Clubs, Bernd Niewöhner, war von einem insgesamt reibungslosen Ablauf ausgegangen.

Zudem hatte der Deutsche Fußball-Bund im Zuge der Corona-Krise die Zwänge gelockert. Im Zuge dessen war zum Beispiel eine mögliche Planinsolvenz des mit rund 20 Millionen Euro verschuldeten 1. FC Kaiserslautern in den Fokus geraten. Anders als in früheren Zeiten hätte eine solche Insolvenz den FCK nicht zu einem Neun-Punkte-Abzug in der laufenden Saison verurteilt. Viele Clubs der sogenannten „Pleite-Liga“ waren schon vor der Corona-Krise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Der SCP bekam die Lizenz für die 3. Liga praktisch ohne größere Auflagen. Der Verein muss im organisatorischen Bereich nur etwas nachbessern, dabei geht es um das Flutlicht und die Beschallung. Die wesentlichen wirtschaftlichen Punkte, die von den Preußen vorgelegt wurden, fanden die Zustimmung des DFB.

Im Übrigen waren der SCP und der FC Ingolstadt die ersten Vereine, die die Lizenzerteilung durch den DFB offiziell verkündeten. Eine Lizenz für die 2. Bundesliga hatte der SC Preußen, anders als 13 Mitbewerber aus der 3. Liga, nicht beantragt. Der SCP als aktueller Drittletzter spielt im Aufstiegsrennen keine Rolle. Die Lizenzerteilung für die Regionalliga, die vierthöchste deutsche Spielklasse, ist im Vergleich zur Lizenzierung in der 3. Liga ein Kinderspiel. Im Wesentlichen geht es da um den Nachweis einer Spielstätte sowie eine Bürgschaft über 35 000 Euro.

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