Fußball: 3. Liga
Preußen Münster meldet sich mit Maskenball zurück

Münster -

Die dritte Liga ist in heller Aufruhr, einige Clubs wollen spielen, andere sollen und ein paar – unter anderem die Preußen – müssen, obwohl sie nicht wollen. Drum startete der Fußball-Drittligist um Trainer Sascha Hildmann mit einem bizarren Maskenball in die Vorbereitung.

Mittwoch, 13.05.2020, 19:25 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 20:30 Uhr
Training im Zeichen der Krise: Preußen-Trainer Sascha Hildmann hat immer den Mundschutz griffbereit.
Training im Zeichen der Krise: Preußen-Trainer Sascha Hildmann hat immer den Mundschutz griffbereit. Foto: SC Preußen

In dieser Woche nahm die Debatte um den Re-Start der 3. Liga noch einmal richtig Fahrt auf. Der DFB übe „unerträglichen Druck auf Politik und Vereine“ aus, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Der Konter folgte. „Richtig ist, dass DFB-Präsident Fritz Keller und ich gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten telefoniert haben“, sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius: „Nicht, um Druck auf die Politik auszuüben. Schon gar nicht, um mit Zulassungsentzug und Konsequenzen für Vereine zu drohen, die sich gegen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs aussprechen.“

Der DFB stellte seine Forderung an die „Verweigerer“ in einer Mitteilung am Mittwoch klar: „Insbesondere die Vereine, die einen Saisonabbruch befürworten, sind dringend angehalten, umgehend für Klarheit und Aufklärung zu zentralen Fragen zu sorgen. Dazu zählen die Aufstiegs- und Abstiegsregelungen sowie praktikable Vorschläge, wie die 3. Liga künftig einen Spielbetrieb als Profiliga durchführen soll und die kommende Saison durchzuführen wäre.“ Und weiter: „Für den Fall eines Abbruchs ohne Absteiger hätte die 3. Liga in der Saison 2020/2021 voraussichtlich 24 Vereine.“ Gemeint war auch der SCP.

Start in maskierten Kleingruppen

Also zurück zu den Preußen, die am Mittwoch fast schon in homöopathischen Dosen die Übungseinheiten aufnahmen. Kapitän Julian Schauerte klopfte als Erster an die Pforte, um Einlass zu bekommen. Pünktlich wie die Feuerwehr traf um 13.20 Uhr die erste Gruppe von Spielern am ansonsten abgesperrten Stadionbereich ein. Die Spieler durften mit Mundschutz in die Kabine und ihre Sachen holen.

Nach Corona-Zwangspause: Trainingsstart des SCP

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Denn ab jetzt müssen sie sich nicht nur penibel an die Zeitpläne halten, sondern auch ihre Sportkleidung selber waschen. Duschen ist nur daheim erlaubt. Kommen, kicken, Abflug.

Nur Freiwillige am Ball – keiner fehlt

Um 14 Uhr gab es eine Besprechung, die Teamärzte erläuterten die Hygienebestimmungen, dann stellte sich Sportchef Malte Metzelder vor das Team. Er betonte die Freiwilligkeit der Trainingsteilnahme. Kein Spieler zog sich bislang zurück.

Fortsetzung am Donnerstag

Die Herren Kittner, Klann, Schauerte, Königs und Hoffmann auf der einen Spielhälfte, die Torleute Schulze Niehues, Schnitzler und Prinz auf der anderen Hälfte griffen praktisch wie Teilnehmer am Debütantenball zaghaft ins Geschehen ein. Nur die Trainer durften die virtuelle Demarkationslinie dazwischen in gebührendem Abstand überqueren. Alle anderen kamen später zum Zug. Dann war Feierabend, morgen wiederholt sich das Spiel dann doppelt, es sind zwei Trainingseinheiten geplant. Skurrile Fußballwelt beim SC Preußen Münster.

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