Fußball: 3. Liga
Preußen-Trainer Hildmann: Familie statt Geisterspiele

Münster -

Keine Geisterspiele bei Familie Hildmann: Preußen-Trainer Sascha Hildmann ließ sich das Familienwochenende nicht von stimmungslosen Fußballspielen verderben – die Stadionwurst gab es dennoch: Selbst gegrillt im eigenen Garten.

Montag, 18.05.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 18:52 Uhr
Sascha Hildmann
Sascha Hildmann Foto: SCP

Fünf Minuten erste Liga am Samstag, Sonntag noch mal fünf in Liga zwei, das war es dann in Sachen Fußball für Sascha Hildmann: „Ich habe kurz bei Dortmund gegen Schalke reingeschaut, am Sonntag dann ein bisschen Wehen Wiesbaden gegen Stuttgart. Das hat mir gereicht, ehrlich. Das hat keinen Spaß gemacht. Keine Atmosphäre, das war nicht mal wie in der Bezirksliga – da kann man am Rand wenigstens eine Bratwurst essen.“ Der Trainer des SC Preußen Münster hat sich in seiner pfälzischen Heimat stattdessen eine kleine Fußball-Auszeit gegönnt – und die Stadion-Wurst gab´s trotzdem: „Ich habe die Zeit mit der Familie verbracht und am Nachmittag gegrillt. Das hat viel Spaß gemacht.“

Geisterspiele drohen auch in Liga 3

Hildmann weiß, dass er um das Thema Geisterspiele möglicherweise nicht herumkommen wird: „Natürlich müssen wir uns damit beschäftigen, wenn es uns betrifft. Aber es ist schon etwas ganz anderes.“

Aktuell ist der heimische Drittligist allerdings noch Welten entfernt von einem 90-Minüter mit voller Kapelle. Bis die ersten beiden Corona-Testreihen in Münster nicht durch sind, bleibt es beim Kleingruppentraining. Nicht der Weisheit letzter Schluss, aber auch durchaus eine Übungsform mit hohem Erkenntnisgewinn, wie Hildmann betont: „Das ist ganz spannend, man kann die Jungs individuell sehr gut betreuen. Das erlaubt einen guten Blick auf den Stand der Vorbereitung.“ Und der ist erfreulich gut, wie Hildmann betont: „Alle sind in sehr gutem Zustand und fit. Die haben alle in der Pause gut gearbeitet.“

Von morgens bis abends auf dem Platz

So weit, so gut, „richtiger“ Fußball lebt aber von der Zweikampfdynamik und dem Wettkampfgedanken. „Und das fehlt natürlich noch, das vermissen nicht nur die Spieler. Wir hoffen, dass wir bald wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren dürfen“, so Hildmann. Erst dann dürften auch die Arbeitstage für das Trainerteam wieder kürzer werden: „Aktuell geht es um 8.45 Uhr los und dann stehen wir bis 18 Uhr auf dem Platz. Das sind lange Tage, aber auch das macht Spaß. Das hat mir gefehlt.“

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