Fußball: 3. Liga
Unter Zugzwang: Preußen Münster muss gegen Meppen siegen

Münster -

Tage der Entscheidung: Noch 180 Minuten sind in der Drittliga-Saison 2019/20 zu spielen, sechs Punkte sind noch zu vergeben. Sechs Zähler, die der SC Preußen Münster dringend benötigt, um die Klasse zu erhalten. Jetzt zählen nur noch Siege, am Mittwoch (19 Uhr) stehen die Adlerträger gegen den SV Meppen unter Zugzwang.

Dienstag, 30.06.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 19:37 Uhr
So weit es nur geht, zusammenstehen: Die Preußen sind gegen Meppen als Team gefordert, insbesondere Innenverteidiger Simon Scherder und Torwart Max Schulze Niehues sind gefordert, damit Trainer Sascha Hildmann wieder jubeln kann.
So weit es nur geht, zusammenstehen: Die Preußen sind gegen Meppen als Team gefordert, aber auch auf Torwart Max Schulze Niehues kommt es an.

Entweder – oder. Es gibt keine Alternativen mehr, nur noch gewinnen. Sechs Punkte müssen her, damit der SC Preußen noch den Klassenerhalt schaffen kann – und selbst dann ist das Team von Trainer Sascha Hildmann noch auf entsprechende Resultate der Konkurrenz angewiesen, die da heißen Hallescher FC, 1. FC Magdeburg, Chemnitzer FC und FSV Zwickau. Ein vorletzter Tanz in der 3. Liga nach neunjähriger Zugehörigkeit, ein Geisterspiel daheim gegen den SV Meppen am Mittwoch (19 Uhr) ist der „Opener“ für dieses vermutlich dramatische Liga-Finale. Ein Sieg, und die Entscheidung über Sein oder Nicht-Sein in der 3. Liga fällt am Samstag beim Gastspiel in Magdeburg.

So weit will Hildmann nicht schauen, sagt er zumindest. Sein Vertrag wurde um vier Tage verlängert – wie auch die von allen Spielern, der 30. Juni war eigentlich das Vertragsende für ihn und neun Akteure. Steigt der SCP ab, wären somit noch mehr Kontrakte nicht mehr gültig. Deshalb die ungewöhnliche Ausdehnung bis Samstag um 23.59 Uhr. Hildmann sagt vor dem 37. Spieltag, auch angesprochen auf die Zwischenresultate der Konkurrenz: „Ich will mich nicht ablenken lassen. Auf dem Platz ist das egal, wir müssen unsere Hausaufgabe machen und gewinnen.“

„Die Mannschaft brennt“

Sein Team sei in „einer enormen Druckphase“, aber die „Mannschaft brennt“. In der Rückrunde hat der SCP 23 Punkte in 17 Begegnungen gesammelt, das würde auf eine Saison hochgerechnet zum gesunden Mittelfeldplatz genügen. In der Re-Start-Tabelle nach der Corona-Pause ist Münster sogar die achtbeste Mannschaft. Für Hildmann sind das Fingerzeige, dass es in die richtige Richtung geht.

36. Spieltag – Saison 2019/20: Waldhof Mannheim – Preußen Münster

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  • Duell zwischen Michael Schultz und Luca Schnellbacher.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Kampf um den Ball: Münsters Heinz Mörschel und Mannheims Max Christiansen.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Gianluca Korte und Marco Schuster bringen Lucas Cueto in Bedrängnis.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Maurice Litka setzt sich durch.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Sehen Sie im Folgenden viele weitere Fotos aus Mannheim.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Foto: Sebastian Sanders
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Nur ist in den nächsten Stunden, den nächsten vier Tagen alles anders. Denn der SCP steht unter Zugzwang wie nie und ist zum Siegen verdammt. Der Tabellendrittletzte kann dabei wieder auf Kapitän Julian Schauerte zurückgreifen, dessen Gelb-Sperre abgelaufen ist. Dafür muss sich Co-Trainer Louis Cordes 30 Minuten vor und bis 30 Minuten nach dem Spiel von der Mannschaft fernhalten. Er sah die Rote Karte beim 0:0 in Mannheim wegen unsportlichen Verhaltens. „Das passt schon. Ich will sonst niemanden neben mir haben“, erklärt Hildmann, der trotzdem nicht der einsame Wolf mit Adler auf der Brust am Spielfeldrand sein wird.

In die Grenzbereiche

Also, taktische Disziplin halten, kämpfen, geduldig sein, alles ausblenden, gewinnen – so oder so ähnlich lautet die Vorgabe des Coaches an seine Mannschaft. Die Spieler hatten Sonntag und Montag frei, sollten mal durchatmen, so etwas „wie Normalität erfahren“. Alle, auch die Schiedsrichter, wären nach neun Partien in viereinhalb Wochen im Grenzbereich ihrer Leistungsfähigkeit angelangt, er habe Verständnis für kuriose Ergebnisse und Fehler bei Aktiven wie Referees, sagt Hildmann.

Für seine Preußen gilt aber dennoch, gegen Meppen und in Magdeburg müssen die Grenzbereiche nicht erreicht, sondern überschritten werden. Es sind besondere Tage, die der SC Preußen gerade durchlebt, irgendwie durchwurschteln geht jetzt wirklich nicht mehr. Jetzt zählt es.

Münster: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Löhmannsröben, Steurer, Ros­sipal – Cueto, Erdogan, Mörschel, Litka – Schnellbacher.

Liveticker aus dem Preußenstadion ab 18 Uhr.

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