Fußball: 3. Liga
Litka beantwortet zwei Rückstände für Preußen in Magdeburg

Magdeburg -

Zwei Tore von Maurice Litka haben Absteiger Preußen Münster am letzten Spieltag der 3. Liga ein Remis beim 1. FC Magdeburg gerettet. Der Gast lieferte einen guten Auftritt ab und bewies zweimal nach Rückständen Moral.

Samstag, 04.07.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 04.07.2020, 17:17 Uhr
Fußball: 3. Liga: Litka beantwortet zwei Rückstände für Preußen in Magdeburg
Preußens Doppeltorschütze Maurice Litka nimmt Glückwünsche entgegen. Foto: imago

Zu retten war nichts mehr am letzten Spieltag, doch immerhin hat sich Preußen Münster mit einer guten Vorstellung und Moral nach neun Jahren aus der 3. Liga verabschiedet. Beim nach dem Abstieg vom Mittwoch bedeutungslosen 2:2 (0:0) beim 1. FC Magdeburg waren die Adler die leicht bessere Mannschaft. „Die Leistung war okay“, sagte Trainer Sascha Hildmann. „Es war fast typisch für uns. Wir hatten eine gute Spielanlage und auch Torchancen, haben uns nur nicht belohnt für den Aufwand. Immerhin sind wir zurückgekommen, zum Schluss wurde es ein Schlagabtausch.“

Sechs Wechsel nahm der Coach vor. So kamen Joel Grodowski sowie die Rookies Marcel Hoffmeier und Naod Mekonnen zu ihrem Startelf-Debüt. Außerdem mischten Ole Kittner, Kevin Rodrigues Pires und Fridolin Wagner von Anfang an mit, während Okan Erdogan, Maurice Litka (beide Bank), Oliver Steurer, Heinz Mörschel, Lucas Cueto und Alexander Rossipal (nicht im Kader) rausrotierten.

Der SCP machte einen stabilen Eindruck, ließ vor der Pause wenig zu und durfte sich über engagierte Auftritte seiner Youngsters freuen. Bis es Torszenen gab, dauerte es aber über eine halbe Stunde. Rodrigues Pires setzte einen Freistoß ganz knapp drüber (35.), Magdeburgs Daniel Steininger scheiterte an Keeper Max Schulze Niehues (38.), ehe im Gegenzug Grodowski eine Wagner-Vorlage zu zögerlich abschloss, sodass Brian Koglin noch blocken konnte (39.).

38. Spieltag – Saison 2019/20: 1. FC Magdeburg – Preußen Münster

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  • Magdeburgs Brian Koglin wirft sich in einen Schuss von Joel Grodowski.

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  • SCP-Sportdirektor Malte Metzelder hat sein Handy im Blick.

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  • Naod Mekonnen (r.) im Duell mit Magdeburgs Christian Beck.

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  • Was Trainer Sascha Hildmann in dieser Situation wohl beschäftigt hat?

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  • Kevin Rodrigues Pires im Zweikampf mit Magdeburgs Anthony Roczen.

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  • Magdeburger Jubel nach dem Tor zum 1:0.

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  • Sehen Sie im Folgenden weitere Impressionen aus Magdeburg.

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Die zweite Hälfte wurde interessanter, allmählich lösten sich beidseitig die Fesseln. Zunächst ließen die Gäste einige sehr gute Konter und Angriffe fast fahrlässig liegen. Dann ging es richtig los. Zweimal ging der FCM in Führung, durch Christian Beck, der seine Torflaute beendete (56.) und Manfred Osei Kwadwo (77.). Zweimal fälschte ausgerechnet der Ur-Preuße Simon Scherder, dem schon in Chemnitz ein Eigentor unterlaufen war, dabei – sinnbildlich für eine ganze Saison – unhaltbar ab, nachdem seine Kollegen nicht entscheidend eingreifen konnten. Doch zweimal kam der SCP, der bei Wagners Pfostenschuss (64.) noch Pech beklagte, zurück. Zweimal durch den eingewechselten Maurice Litka. Erst schloss er einen schönen Angriff über Kittner und Luca Schnellbacher cool ab (75.), dann beantwortete er mit einem durch Julian Weigel ebenfalls abgefälschten Weitschuss (78.) den erneuten Rückstand.

Wir hatten uns vorgenommen, noch mal alles zu geben für die Fans und den Verein.

Maurice Litka

„Wir hatten uns vorgenommen, noch mal alles zu geben für die Fans und den Verein, wollten mutig spielen. Leider haben wir es vorher verkackt", sagte Litka. Beinahe hätte seine Ecke ausgerechnet Scherder noch das Siegtor ermöglicht. Beim Kopfball (87.) fehlte nicht viel. Damit ist das Kapitel 3. Liga für die Preußen vorüber. Eine traurige Saison endete mit einem kleinen Lichtblick.

FCM: Brunst – Koglin, Müller, Perthel (46. Kwadwo) – Conteh (64. Kvesic), Jacobsen (66. Weigel), Preißinger, Bell Bell – Steininger, Beck, Roczen

SCP: Schulze Niehues – Kittner, Löhmannsröben, Scherder – Schauerte, Mekonnen (85. Königs), Rodrigues Pires (58. Erdogan), Hoffmeier – Wagner, Grodowski (67. Litka), Schnellbacher

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)

Tore: 1:0 Beck (56.), 1:1 Litka (75.), 2:1 Kwadwo (77.), 2:2 Litka (78.)

Gelb: Schauerte

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