Fußball: Oberliga
Aufteilung in Staffeln ist vom Tisch – Entscheidung in der nächsten Woche

Münster -

Klar ist, dass die Oberliga Westfalen am ersten September-Wochenende ihren Spielbetrieb aufnimmt. Gerungen wird indes noch um den Modus, in dem das 21er-Feld spielen will. Es gibt mehrere Szenarien, nach einer Videokonferenz des Verbandes mit Vereinsvertretern zeichnet sich eines ab.

Donnerstag, 23.07.2020, 17:32 Uhr

Termin des Saisonstarts? Geklärt. Spielmodus? In der Entscheidungsfindung. Vor dem Saisonbeginn in der Fußball-Oberliga Westfalen am 6. September kommt nach und nach mehr Licht ins große Dunkel. Tatsächlich gibt es zunehmend Antworten auf die drängendsten Fragen. Mit 21 Mannschaften platzt die fünfte Liga, die höchste im Verwaltungsgebiet des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), aus allen Nähten. Das riesige Feld stellt alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Gemeinsam mit Staffelleiter Reinhold Spohn diskutierten Vertreter der Clubs in einer Videokonferenz über das Drehbuch der neuen Saison. Es wurden drei Szenarien erörtert, eine Entscheidung fällt in der nächsten Woche. Sie wird übrigens nicht vom Verband diktiert, sondern liegt wohl in Händen der beteiligten Clubs.

Keine Chance hat das Bestreben einiger weniger Vereine, die Oberliga zunächst nach geografischen Gesichtspunkten in Nord- und Südstaffel einzuteilen und später dann einfache Meister- und Abstiegsrunden zu spielen. Exakt 14 Club-Vertreter lehnten diese Lösung mit dem Hinweis „auf die Möglichkeit zu großer Qualitätsunterschiede“ in den Ausgangsstaffeln ab. Somit ist klar, dass die Oberliga-Runde eingleisig und in kompletter Mannschaftsstärke beginnt. Es stehen somit noch zwei Szenarien zur Abstimmung.

Szenario 1: Die Liga spielt eine komplette Doppelrunde mit Hin- und Rückspielen. Macht 42 Spieltage und 40 Partien für jeden Verein. Eine Herkules-Aufgabe mit vielen englischen Wochen, sehr kurzer Winterpause und nahezu ohne Puffer für Nachholspiele.

Szenario 2: Die Liga bleibt zunächst eingleisig und spielt eine einfache Runde mit 20 Begegnungen für jeden Club. Danach teilt sich das Feld in der Mitte der Tabelle. Die obere Hälfte spielt um Meisterschaft und vordere Plätze (Playoffs), die untere um den Klassenerhalt (Playdowns). Vorteil: Die Zahl der Spiele reduziert sich für jede Mannschaft auf maximal 30.

Zwei Stunden wurde am Mittwochabend lebhaft diskutiert. Für die zweite Mannschaft des SC Preußen Münster nahm Bernd Niewöhner an der Video-Konferenz teil. Der Geschäftsführer des SCP sieht keine Alternative zum zweiten Vorschlag. „Eine Doppelrunde mit 40 Spielen wäre Wahnsinn“, sagt er, „für alle Vereine, aber besonders für uns. Wir haben eine Nachwuchsmannschaft mit ausschließlich jungen und sehr jungen Spielern. Die wollen und können wir nicht durch solch ein Programm hetzen.“

Die Preußen haben sich bereits eindeutig positioniert, bis Anfang nächster Woche erwartet der Verband die Voten aller Clubs. Die Vereinsvertreter einigten sich am Mittwochabend darauf, beide Modelle mit den jeweiligen Mannschaften und Vorständen zu besprechen, um dann ihre Stimme für das favorisierte Szenario an den FLVW zu übermitteln. Anschließend soll es einen Mehrheitsbeschluss geben. Die Entscheidung wird spätestens am 31. Juli bekannt gegeben werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7506250?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F2820606%2F
Nachrichten-Ticker