Fußball: Regionalliga-Auftakt
Preußen Münster in Rödinghausen: SCP-Trainer Hildmann: „Fußballerisch besser“

Münster -

Die Schonfrist für den SC Preußen Münster ist vorbei, der Fußball-Regionalligist bestreitet am Freitag um 18 Uhr den Saisonauftakt beim SV Rödinghausen. Der Meister der Vorsaison erwartet den Drittliga-Absteiger. SCP-Coach Sascha Hildmann ist nach einer guten Vorbereitungen nicht bange. [Mit Video]

Donnerstag, 03.09.2020, 17:10 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 18:52 Uhr
Blick nach vorn bei Trainer Sascha Hildmann, er ist zuversichtlich.
Blick nach vorn bei Trainer Sascha Hildmann, er ist zuversichtlich. Foto: Jürgen Peperhowe

Nun gab es für Sascha Hildmann auch keinen Grund, wirklich Trübsal zu blasen nach den letzten gut fünf Wochen. Knapp 30 Stunden vor dem Saisonauftakt in der Fußball-Regionalliga beim Meister SV Rödinghausen (18 Uhr) blickte der Fußballlehrer auf eine durchaus erfolgreiche Vorbereitung zurück. Von großem Verletzungspech blieb der Club verschont, in acht Testspielen gab es sechs Siege und nur eine Niederlage bei 22:4-Toren. Also, sprach Hildmann: „Auf den ersten Blick sind wir fußballerisch sehr gut. Auf jeden Fall sind wir eine routiniertere Mannschaft als in der 3. Liga, das Team ist auch selbstständiger. Das ist gut bislang.“ Den Abstiegsballast hat der neu arrangierte SC Preußen somit abgeschüttelt.

Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Rolle spielen können.

Sportchef Peter Niemeyer

Wobei die erste schlüssige Antwort tatsächlich zu letztgenanntem Thema nun auf dem Platz beantwortet wird. Ein erfolgreicher Saisonstart – was für ein Allgemeinplatz – wäre Gold wert, gerade für die in der letzten Saison so durchgerüttelten Preußen. Münsters Willkommenstour in der Regionalliga findet gegen Rödinghausen, Bergisch-Gladbach, Straelen und Homberg statt. Nach neun Saisons in der 3. Liga fällt hier für die eingefleischten Groundhopper der eine oder andere neue Stadionbesuch gleich mal an.

Für Hildmann und seine Schützlinge gilt vor allem, sich möglichst schnell und erfolgreich in der vierten Spielklasse zu akklimatisieren. Der 48-Jährige hat dabei eine neue Hierarchie, eine neue Achse gefunden. Mit Torwart Max Schulze Niehues und Innenverteidiger Simon Scherder sind das altbekannte Haudegen. Dazu gehören aber auch Alexander Langlitz (SF Lotte), Dennis Daube (KFC Uerdingen) und Julian Schauerte, der kurzzeitig den Radar des SC Preußen zu verlassen schien, ehe er einen neuen Kontrakt unterschrieb.

Hildmann und Sportchef Peter Niemeyer haben das Aufgebot – natürlich – generalüberholt. Anders als bei seinem Engagements-Start im Winter, als der SCP schon ein trostloses Dasein im Tabellenkeller der 3. Liga pflegte, sieht der Coach nun deutliche bessere Perspektiven: „Natürlich war die Planung nun viel angenehmer, weil wir die eigene Philosophie auch umsetzen konnten.“ Der Kaderumbau trägt die Handschrift der sportlichen Leitung.

Auf jeden Fall ist die Mannschaft routinierter als in der letzten Saison.

SCP-Trainer Sascha Hildmann

In Rödinghausen wird der SCP fast aus dem Vollen schöpfen können. Jannik Borgmann hat seine Verletzung ausgestanden und trainiert, er dürfte zum Spieltagsaufgebot gehören. Okan Erdogan und Naod Mekonnen habe Blessuren überstanden, für den Platz im Aufgebot reicht es dagegen wohl noch nicht.

„Kein Problem“, sagt Hildmann und bestreitet den Saisonstart auch notfalls mit einem 17er Aufgebot. In den nächsten Tagen und Wochen sollen weitere drei Akteure geholt werden, möglicherweise in der Winterpause weiter „nachgebessert“ werden. Ein Defensiv-Allrounder, ein Außenbahnspieler sowie ein Mittelstürmer stehen auf der Wunschliste. Der Angreifer könnte durchaus Marco Königs werden, an dem Drittligist 1. FC Saarbrücken Interesse hat.

  • Münster: 
    • Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Heidemann – Daube, Przondziono – Schauerte, Möbius, Schwadorf – Grodowski.
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