Fußball: Regionalliga
Roshon van Eijma soll Preußen Münster dicht machen

Münster -

Preußen Münster macht dicht: Zumindest hinten in der Abwehr sind mit der Verpflichtung mit Roshon van Eijma die Reihen geschlossen worden. Der 22-Jährige kennt Münster bislang nur aus einem Video – ist aber schon begeistert von seinem neuen Arbeitsplatz

Montag, 07.09.2020, 16:46 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 17:08 Uhr
Sportdirektor Peter Niemeyer bei der Einkleidung des neuen Mannes, Roshon van Eijma.
Sportdirektor Peter Niemeyer bei der Einkleidung des neuen Mannes, Roshon van Eijma. Foto: SCP

„Ich liebe es zu gewinnen“, sagt Roshon van Eijma gut gelaunt – und bringt damit eigentlich genau das mit, was dem SC Preußen Münster in der Regionalliga auf Dauer wirklich weiterhelfen kann, und was beim Saisonauftakt in Rödinghausen im Ergebnis am Ende leider noch fehlte. Der 22-jährige Abwehrspieler wurde am Montag als Neuzugang an der Hammer Straße vorgestellt und könnte schon am Samstag beim Liga-Debüt im Preußenstadion gegen den SV Bergisch Gladbach vor 300 ausgewählten Fans vorspielen. Gerne als Sieggarant.

Van Eijma spielte zuletzt für Roda Kerkrade JC in der zweiten niederländischen Liga – und damit unter dem Radar von Preußen-Sportdirektor Peter Niemeyer, der im Nachbarland bestens vernetzt ist. „Roshon verfügt als Verteidiger über sehr gute Anlagen und hat in den Niederlanden schon viele Erfahrungen sammeln können“, freut sich Niemeyer auf den Neuzugang, der auch deswegen ins Anforderungsprofil der Preußen passt, weil er „mehrere Positionen spielen kann“. Fußballerisches Multitasking ist eine Qualität, die derzeit in Münster besonders hoch im Kurs steht.

Spielstarker Innenverteidiger

1,86 Meter misst der Innenverteidiger, der in Tilburg geboren wurde, und sich selbst als robusten Abwehrspieler auf der steten Suche nach fußballerischen Lösungen beschreibt. In der Defensivzentrale ist damit die Lücke geschlossen, die am Freitag in Rödinghausen bereits überdeutlich geworden war, als Simon Scherder schon in Halbzeit eins gezeichnet von harten Zweikämpfen und in akuter Platzverweisgefahr bis zum Ende durchspielen durfte oder musste.

1. Spieltag, Saison 2020/21: SV Rödinghausen – SC Preußen Münster

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  • Münsters Marcel Hoffmeier beweist Köpfchen gegen Rick ten Voorde.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dennis Daube enteilt seinem Gegenspieler.

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  • Niklas Heidemann im Zweikampf mit Patrick Kurzen.

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  • Alexander Langlitz beim Kopfballduell.

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  • Rick ten Voorde trifft vom Elfmeterpunkt zum 1:0 für die Gastgeber.

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  • Jules Schwadorf gegen Nico Buckmeier.

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  • Gelbe Karte für Simon Scherder nach seinem Handspiel im Strafraum.

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  • Preußen-Coach Sascha Hildmann.

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  • Niklas Heidemann setzt sich gegen Nico Buckmeier durch.

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  • Marcel Hoffmeier versucht, Rick ten Voorde das Leder wegzuspitzeln.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Bilder der Begegnung.

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„Ich habe kurz darüber nachgedacht ihn rauszunehmen“, gab Trainer Sascha Hildmann im Anschluss zu Protokoll, sei aber dann überzeugt gewesen: „Der Simon macht das schon.“ Machte er. Aber wohl auch aus der Not heraus, weil sein potenzieller Vertreter Jannik Borgmann gerade erst eine Hüftverletzung auskuriert hatte und Okan Erdogan noch nicht wieder einsatzfähig ist. Jetzt sind die Preußen in der Abwehrzentrale wieder handlungsfähig.

„Preußen ist ein cooler Club“

Der neue Mann zumindest ist nach eingehender Video-Einführung begeistert von Stadt und Team: „Die Verantwortlichen haben mir ein Video von der Stadt und den Fans gezeigt, da war mir schnell klar: Vor diesen und für diese Fans will ich spielen. Preußen ist ein cooler Club.“

Ausgebildet wurde der Rechtsfuß in der Jugend von Willem II. Seine ersten Schritte bei den Senioren legte er bei Roda JC II in der niederländischen Liga der Zweitvertretungen zurück, bevor er im Sommer 2018 in die erste Mannschaft aufrückte und sich dort zur festen Kraft entwickelte.

Sorgen um Schwadorf

Während van Eijma am Montag erstmals mit seinen neuen Kollegen am Ball war, verbrachte Jules Schwadorf seinen Arbeitstag in der medizinischen Abteilung. Im MRT sollte die Schwere der Schulterverletzung des 27-Jährigen und die bevorstehende Behandlung geklärt werden.

Schwadorf musste am Freitag nach 70 Minuten mit Verdacht auf eine Schultereckgelenkssprengung ausgewechselt werden – und schlug damit das nächste Kapitel seiner leidvollen Verletzten-Geschichte auf: Rückenprobleme, Muskelfaserrisse, Muskelbündelriss, Hüftprellung, Sprunggelenkverletzungen, Leistenoperation, grippale Infekte – zuletzt ein Knochenödem in der linken Ferse, das ihn elf Monate lang außer Gefecht setzte. Ein 15-Minuten-Einsatz im Mai für den SV Wehen Wiesbaden gegen den Hamburger SV, jetzt 70 Minuten für die Preußen in Rödinghausen – wann und für wie lange es für Schwadorf am Ball weitergeht, steht in den Sternen, eine Diagnose stand am Montagabend noch aus ...

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