Fußball: U-19-Bundesliga
Borussentalent Moukoko trifft drei Mal gegen die jungen Preußen

Münster -

Bundesliga-Auftakt für die U-19-Junioren des SC Preußen Münster – gleich gegen einen wahrhaft erstklassigen Gegner. Beim 0:5 der Adlerträger gegen Borussia Dortmund war allerdings nicht durchweg ein Klassenunterschied zu sehen. Aber die Schwarz-Gelben haben eben einen Ausnahmespieler in ihren Reihen.

Sonntag, 20.09.2020, 18:56 Uhr aktualisiert: 24.09.2020, 17:42 Uhr
Der aufgehende Stern bei Borussia Dortmund setzte auch beim Auftritt gegen Preußen Münsters A-Junioren die Glanzlichter: Youssoufa Moukoko traf drei Mal gegen die jungen Adlerträger. In zwei Monaten wird er schon in der Bundesliga spielen.
Der aufgehende Stern bei Borussia Dortmund setzte auch beim Auftritt gegen Preußen Münsters A-Junioren die Glanzlichter: Youssoufa Moukoko traf drei Mal gegen die jungen Adlerträger. In zwei Monaten wird er schon in der Bundesliga spielen. Foto: Wilfried Hiegemann

Eine Halbzeit lang mussten sich die U-19-Junioren des SC Preußen Münster in Unterzahl gegen die Westgröße Borussia Dortmund stemmen. Das konnte nicht klappen. Youssoufa Moukoko, Kapitän und Ausnahmespieler mit seinen 15 Lenzen, bekam den Raum, der er zu nutzen weiß wie kaum ein Zweiter.

Beim 5:0 (1:0) der Gelb-Schwarzen gelang dem frisch gebackenen deutschen U-20-Nationalspieler ein Hattrick. Trotz allem: Schwindelig gespielt wurden die neu formierten Preußen nicht. Dass sie Mut und Lebendigkeit auf den Rasen bringen können und wehrhaft sind, hat man gesehen.

Zu schnell aber klingelte es zum ersten Mal: Dennis Lütke-Frie, noch ein Junioren-Nationalspieler, nahm in Minute vier einen Abpraller dankbar ab zur Führung. Vorher scheiterte Moukoko noch, der als einzige echte Spitze agierte. Nach Eckball lag das 1:1 in der Luft, oder auf der Linie: Tom Sikorski wäre der Torschütze gewesen, hätte nicht Außenverteidiger Lloyd Kuffour reaktionsschnell so gerade eben noch geklärt (15.). Die Münsteraner kamen auch zu Balleroberungen. Wirkungsvoll bis in die Spitze auf Deniz-Fabian Bindemann und Nick Selutin ging es aber nur selten. Um Nnamdi Collins, den bis 2023 an den Club gebundenen langen und schnellen Innenverteidiger, stand der BVB durch die Bank souverän. Im Spiel nach vorne trat der Favorit bisweilen gemächlich auf.

Der schon umstritten verwarnte Sikorski beeilte sich, um einen BVB-Konter zu stoppen – und traf den Gegenspieler. Gelb-Rot (43.) für den zentralen Abwehrspieler. „Das war hart. Bis dahin haben wir vieles von dem umgesetzt, was in der Vorbereitung zu sehen war“, sagte SCP-Trainer Arne Barez. „In Unterzahl war das dann eine sehr, sehr große Aufgabe für uns.“

Barez ließ zunächst mit einer Viererkette verteidigen. Die Elf sollte auch angesichts des Spielstandes weiter vorwärts denken. BVB-Trainer Mike Tullberg schien das konsequente Spiel bis in die „Box“ anzuordnen. Jedenfalls drang seine Elf nach Ballgewinn mit etlichen Passkombinationen und über Außen immer wieder bis vor den Preußenkasten vor, in dem die neue Nummer eins Tom Limberg einen richtig guten Job machte. Aber die Klasse eines Moukoko, der ab dem 20. November als dann 16-Jähriger bei den Profis spielen darf, kann der „Normal-Fußballer“ kaum beeinträchtigen. Drei Treffer gelangen dem auf engsten Raum so bewundernswert geschickten Torjäger zwischen der 55. und 71. Minute. Das 0:3 legte ihm Limberg unglücklich direkt auf, weil er beim Abspiel mit dem Fuß im Rasen hängen blieb.

Zwar waren die vorne kaum noch aktiven Preußen durch Hannes Brodner wieder zur Fünferkette aufgerüstet worden, aber selbst der verengte Raum war kein Hindernis für den effektiven BVB. Der legte durch Bekir El-Zein (87.) noch nach.

SCP U 19: Limberg – Benjamins, Ter-Horst, Sikorski, Wesberg, Sinev – Paenda, Kloth (88. Overhoff), Markovski (46. Korte) – Bindemann (65. Hinterding), Selutin (58. Brodner)

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