Fußball: Regionalliga West
Preußen-Abwehrchef Scherder mit gelben Flecken auf weißer Weste

Münster -

22 Spiele bestritt Simon Scherder in dieser Saison, nicht einmal wurde er ausgewechselt. Erstmals fehlen wird er am Samstag gegen den SV Straelen. Der Grund ist die fünfte Verwarnung. Durchatmen ist also angesagt. Auch weil ihm ein wenig erstrebenswerter Titel erspart bleibt.

Montag, 25.01.2021, 12:30 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 14:20 Uhr
Simon Scherder (l.) sah Samstag die fünfte Verwarnung.
Simon Scherder (l.) sah Samstag die fünfte Verwarnung. Foto: Peperhowe

„Stimmt“, sagt Simon Scherder. „Bisher hatte ich eine weiße Weste.“ Der Abwehrchef von Preußen Münster meint damit, dass er in 22 Regionalliga-Partien noch keine Sekunde verpasst hat (was auch auf seinen Teamkollegen Julian Schauerte zutrifft). Nun, das Jersey des Innenverteidigers hat schon ein paar Tupfer. Und zwar gelbe. Nach fünf Verwarnungen ist er am Samstag (14 Uhr) gegen den SV Straelen gesperrt und muss erstmals zuschauen.

Das Foul gegen Serhat Koruk in der Schlussphase des 1:0-Sieges beim SV Bergisch Gladbach war schon hart. „Aber es war auch mein erstes im Spiel“, wie der 27-Jährige betonte. Die Worte lassen es erahnen – so früh in der Rückserie brauchte er die Pause eigentlich noch nicht. „Es wurde diesmal zum Ende hin schon schwierig, weil der Platz immer tiefer wurde. Da habe ich etwas gepumpt. Aber bis Samstag wäre eine Woche Zeit gewesen. Na ja, 14 Tage nehme ich dann eben auch mit.“ Trainer Sascha Hildmann ist nicht so glücklich: „Wenn einer wie Simon fehlt, tut das immer weh.“

Die zweite Hälfte war etwas besser, aber auch nicht berauschend.

Simon Scherder

Die heftige Belastung der vergangenen Monate hat Scherder, der auch nach zwei Kreuzbandrissen vor fünf Jahren grundsätzlich immer als robust galt, gut weggesteckt. Das wenig ansehnliche Spiel in Bergisch Gladbach hat er schnell abgehakt. „Es war das, was wir erwartet haben. Wie der Rasen ist, wussten wir nicht, aber das spielt auch keine Rolle.“ Hinten räumten er und Roshon van Eijma das Nötigste ab, vorne platzte dann ja doch noch der ­Knoten. „Die zweite Hälfte war etwas besser, aber auch nicht berauschend. Es passte, wie das Tor fiel. Abgefälscht, rein ...“ Einmal durchatmen.

Eine „Sorge“ weniger hat Scherder auch auf einem anderen Feld. Der Titel „Kacktor des Jahres“ aus der Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“, blieb ihm wie erhofft erspart. Mit nur 0,3 Prozent für sein Eigentor in Chemnitz, das die Monatswertung im Juni gewonnen hatte, wurde der Münsteraner Vorletzter der Wahl.

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