Fußball: Regionalliga West
Längste Auswärtsreise der Saison für Standardexperten der Preußen

Münster -

Die Preußen sind auf Kurs. Vier Rückrundenspiele, vier Siege, dazu eine messbare Standardstärke. Den Rückenwind nehmen sie mit ins Nachholspiel bei Alemannia Aachen. Es ist die längste Anreise der Saison – verglichen mit den Drittliga-Fahrten ist der Trip aber ein Klacks.

Dienstag, 02.03.2021, 16:34 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 17:56 Uhr
An Marcel Hoffmeier (M.) führt nach wie vor kein Weg vorbei in der Innenverteidigung.
An Marcel Hoffmeier (M.) führt nach wie vor kein Weg vorbei in der Innenverteidigung. Foto: Jürgen Peperhowe

Interne Erhebungen haben ergeben, dass die Preußen 46 Prozent ihrer Saisontore über Standards erzielt haben. Eine Waffe im Rennen um die vorderen Plätze. Beim 3:2 über Köln II kamen zwei weitere Treffer hinzu, gern würde Trainer Sascha Hildmann auch am Mittwoch im Nachholspiel bei Alemannia Aachen (18 Uhr) wieder nach einem Freistoß, Eckball oder Elfmeter jubeln. Joshua Holtby galt früh als Experte für ruhende Bälle. „Aber auch Jules Schwadorf macht das inzwischen super. Wir trainieren es in unseren Spielformen regelmäßig, die Jungs sind überzeugt und machen das gerne“, so der Coach.

Vier Siege am Stück (Saisonbestwert) geben dem SCP sowieso ein gutes Gefühl, erst recht nach der Last-Minute-Schlacht vom Samstag. Allerdings wartet auf dem Tivoli ein Gegner, der Münster schon im Hinspiel im Dezember das Leben sehr schwer machte. „Nach dem Trainerwechsel hat sich Aachen in einem 4-4-2 stabilisiert. Mit Hamdi Dahmani oder Marwin Studtrucker gibt es einige erfahrene Leute“, sagt Hildmann. „Ich freue mich auf ein schönes Stadion und einen neuen Rasen dort“, so der 48-Jährige, der zu aktiver Zeit selbst ein Jahr für die Grenzstädter kickte.

Frenkert bleibt im Team

Gleichwohl legt er Wert darauf, dass die Preußen derzeit vor allem auf sich selbst schauen. „Ich habe zuletzt eine gute Spielanlage, gutes Positionsverhalten gesehen“, sagt Hildmann. „Über unseren Aufbau, über Marcel Hoffmeier, Simon Scherder, Dennis Daube müssen wir uns wieder clever nach vorn arbeiten.“ Drei Namen fallen, sie dürfen davon ausgehen, dass sie auflaufen. Der Trainer kündigt aber gleichzeitig an, „die Rotation anschmeißen“ zu wollen. Das muss sich nicht zwingend auf die Startelf beziehen, in der Lukas Frenkert erneut den noch angeschlagenen Niklas Heidemann hinten links ersetzt, sondern kann auch den 18er-Kader betreffen. Um alle bei Laune zu halten, soll der eine oder andere der Tribünenhocker einrücken. „Es hätten sich viele verdient“, sagt Hildmann. Jannik Borgmann darf sich hier etwa Hoffnung machen.

Bader seit Montag im Amt

Für die Aachener läuft die Saison holprig. Zuletzt gelangen nach davor sechs sieglosen Partien immerhin zwei Erfolge in drei Partien. Anfangs fielen, auch coronabedingt, zahlreiche Alemannia-Spiele aus. Jetzt liegt das Team als Elfter exakt im Mittelfeld (34 Punkte aus 24 Begegnungen) – weit hinter dem Club-Anspruch. Trainer Stefan Vollmershausen flog Anfang Februar, Sportdirektor Thomas Hengen ging nahezu zeitgleich zum Drittligisten 1. FC Kaiserslautern. Sein Nachfolger ist prominent und hat Bundesliga-Erfahrung: Martin Bader stieg Montag bei den Grenzstädtern ein. Als Interimscoach fungiert derzeit Ex-Spieler Kristoffer Andersen (35), der zuvor Assistent war. An seiner Seite arbeitet Dietmar Bozek. Das Duo sah zuletzt ein 2:1 bei Gladbach II mit einem Doppelpack von Oguzhan Aydogan.

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 Dass die weiteste Anreise der gesamten Saison ansteht und die Münsteraner im Augenblick ohnehin keine Hotels vor Auswärtsspielen beziehen können, spielt nur eine untergeordnete Rolle. „Die gut 200 Kilometer im Bus sind zumutbar“, sagt der Coach. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der ehemalige Drittligist in der vergangenen Saison noch mehrfach nach München, aber auch Chemnitz, Rostock oder Großaspach fuhr. Lange, aber auch interessante Trips, die die Adler gerne mittelfristig wieder in Angriff nehmen würden. Wenn nicht dieses, dann nächstes Jahr.SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Frenkert – Daube – Holtby, Remberg – Schwadorf, Wegkamp, Langlitz

Liveticker vom Tivoli ab 17 Uhr:

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