Nati-Neuling
Jetzt auch bei Löw: Herthas Stark kann auch Tore

Nach Hummels und Boateng kommt Stark: Der Berliner Innenverteidiger ist erstmals im Fußball-Nationalteam dabei. Für Hertha-Coach Dardai kein Zufall: Er bescheinigt Stark eine «sensationelle Entwicklung». Schon wird auch über das Interesse großer Clubs spekuliert.

Freitag, 15.03.2019, 14:51 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 14:54 Uhr
Wurde in die Fußball-Nationalmannschaft berufen: Niklas Stark von Hertha BSC.
Wurde in die Fußball-Nationalmannschaft berufen: Niklas Stark von Hertha BSC. Foto: Andreas Gora

Frankfurt/Main (dpa) - Sein Club-Trainer hatte den «nächsten Schritt» für Niklas Stark schon vorausgesagt: «Er bringt alles für einen Nationalspieler mit.»

Für Hertha-Coach Pal Dardai hat der 23 Jahre Defensivspieler «eine sensationelle Entwicklung» hinter sich. Nun darf Stark zum Start des Länderspieljahres 2019 auch in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft seine Qualitäten beweisen.

«Stark spielt ja schon länger in der Bundesliga. Ich fand ihn zuletzt in sehr guter Form», erklärte Bundestrainer Joachim Löw, der den gebürtigen Franken am Freitag gemeinsam mit den zwei weiteren Neulingen Lukas Klostermann (Leipzig) und Maximilian Eggestein (Bremen) in seinen Kader berief.

Dardai sieht bei Stark in dieser Saison nochmals einen besonderen Qualitätssprung. Lange Zeit fehlte dem Wahl-Berliner noch die Stabilität, oft bremsten ihn Verletzungen. «Jetzt ist er unglaublich stabil und bei uns zum Führungsspieler geworden», bemerkte der Hertha-Coach.

Stark lief für den Deutschen Fußball-Bund schon seit der U17 in allen Jugend-Nationalmannschaften auf, wurde mit der U19 und U21 jeweils Europameister. Nun soll Stark in der A-Elf als neue Kraft aufgebaut werden, nachdem der Bundestrainer die erfahrenen Bayern-Verteidiger Mats Hummels und Jérôme Boateng verabschiedet hat.

Stark war 2015 vom 1. FC Nürnberg zu Hertha gewechselt und ist im Team von Trainer Dardai gesetzt. Zuletzt wurde über ein Interesse des FC Bayern und von Borussia Dortmund an dem 1,89 Meter großen und kopfballstarken Berliner spekuliert. Stark, der bei Hertha einen Vertrag bis 2022 besitzt, wies bisher alle Kontakte zurück: «Ich habe schon einmal gesagt, dass zwischen einem Gerücht und einem tatsächlichen Wechsel ein großer Unterschied liegt.»

Seine Qualitäten: Gutes Stellungsspiel, starke Zweikampfführung. Und besonders bei Standards ist er auch offensiv gefährlich. Für ein Kuriosum sorgte Stark im Bundesliga-Spiel gegen Mainz, als er erst ins eigene Tor traf und dann noch den 2:1-Siegtreffer erzielte.

«Er ist groß, schnell und zuverlässig, hat taktische Disziplin, ist stark im Offensiv-Kopfball und ein intelligenter Fußballer», beschrieb Dardai seinen Schützling: «Wir haben ihm sehr viel Vertrauen geschenkt.» Jetzt zahlt sich das für Hertha und Stark aus.

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