Nach Zunahme von Gewalt
Innenminister wollen Schiedsrichter stärker schützen

Berlin (dpa) - Die Innenminister mehrerer Bundesländer streben einen besseren Schutz der Schiedsrichter im Amateurfußball an.

Freitag, 06.12.2019, 08:32 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 08:34 Uhr
Will Amateurschiedsrichter besser schützen lassen: Lorenz Caffier.
Will Amateurschiedsrichter besser schützen lassen: Lorenz Caffier. Foto: Bodo Marks

«Die Gewalt auf dem Sportplatz nimmt zu. Wir bekommen Woche für Woche Meldungen über Ausschreitungen oder Übergriffe vor allem auf dieSchiedsrichter», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister LorenzCaffier (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Caffier istderzeit Sprecher der CDU/CSU-geführten Innenminister. Andiesem Freitag soll die Konferenz der Innenminister (IMK) inLübeck auf Betreiben Mecklenburg-Vorpommerns über eineentsprechende Beschlussvorlage beraten.

«Landesverbände und auch die Politik haben zulange die Aggressivität im Amateurfußball unterschätzt. Das muss sich jetztändern», begründete Caffier. Eine einfache Spielsperre reiche nicht aus. «Wer einen Schiedsrichter angreift, gehört bestraft», sagte er.

«Wir dulden keine Gewalt bei Fußballspielen, weder unter den Fans noch gegenüber den Unparteiischen», bekräftigte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Bestehende Sicherheitskonzepte müsstendeshalb «konsequent angewendet und wo nötig verbessertwerden».

Zuletzt hatten mehrere Fälle von Übergriffen gegen Referees in Amateurligen für Schlagzeilen gesorgt. In Berlin und im Saarland waren Unparteiische sogar in einen Streik getreten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7113727?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F
Nachrichten-Ticker