2. Liga
Bielefeld behauptet Zweitliga-Spitze mit 6:0-Sieg

Arminia Bielefeld behauptet unbeeindruckt von den Siegen der Konkurrenz im Kampf um den Aufstieg die Tabellenführung in der 2. Liga. Hannover verschafft sich in Unterzahl Luft im Tabellenkeller.

Sonntag, 09.02.2020, 16:05 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 16:08 Uhr
Die Spieler von Arminia Bielefeld feiern Torschütze Joan Simun Edmundsson (4.v.l).
Die Spieler von Arminia Bielefeld feiern Torschütze Joan Simun Edmundsson (4.v.l). Foto: Friso Gentsch

Düsseldorf (dpa) - Arminia Bielefeld hat dem Druck der großen Aufstiegsfavoriten eindrucksvoll widerstanden und die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga behauptet.

Die Ostwestfalen bezwangen Jahn Regensburg mit 6:0 (2:0) und liegen mit nunmehr 41 Punkten nach 21 Spieltagen weiter einen Zähler vor dem Hamburger SV. Der HSV hatte die Arminia am Samstag dank eines 2:0 (0:0) gegen den Karlsruher SC vorübergehend überholt, der VfB Stuttgart (38) durch das 3:0 (2:0) gegen Erzgebirge Aue mit Bielefeld gleichgezogen.

Glücksgriff Cebio Soukou (15.), der Ersatz für den langfristig verletzten Schlüsselspieler Andreas Voglsammer (10 Tore, 5 Assists), brachte die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus in Führung. Der ebenfalls neu in die Startelf gerückte Joan Simun Edmundsson (35.) erzielte das zweite Tor. Darüber hinaus trafen Manuel Prietl (65.), Reinhold Yabo (87.) und Cedric Brunner (90.). Dem Regensburger Marcel Correia (86.) unterlief zudem ein kurioses Eigentor. «Man muss das alles richtig einordnen können. Bei uns lief alles, bei Regensburg nichts. In der Höhe war der Sieg aber wohl verdient», sagte Arminias Topscorer Fabian Klos.

Die Aufstiegsfavoriten hatten die Arminia am Vortag unter Druck gesetzt. Nach einer erstmals im deutschen Profi-Fußball genehmigten und erfolgreich durchgeführten Pyroshow avancierte Lukas Hinterseer mit seinen Toren (68. und 81. Minute) zum Matchwinner für den HSV gegen Abstiegskandidat Karlsruhe. Drei Minuten vor Anpfiff hatten zehn Fans aus der Ultra-Gruppierung vor der Nordtribüne des Volksparkstadions unter Aufsicht zehn Rauchtöpfe gezündet. «Das war ein erster guter Schritt», meinte HSV-Chef Bernd Hoffmann.

In Stuttgart legte Daniel Didavi mit zwei Toren gegen Aue vor der Pause (34. und 42.) den Grundstein zum zweiten klaren Heimsieg unter dem neuen Trainer Pellegrino Matarazzo. Mario Gomez setzte dann noch einen drauf (90.).

Im Tabellenkeller waren an diesem Wochenende die Bundesliga-Absteiger Hannover 96 und 1. FC Nürnberg sowie der frühere Erstligist VfL Bochum die großen Sieger. Hannover feierte am Sonntag trotz 30-minütiger Unterzahl ein 3:1 (1:0) bei der favorisierten SpVgg Greuther Fürth und rückte mit 25 Punkten Richtung Tabellenmittelfeld. Die Tore für die Niedersachsen erzielten Genki Haraguchi (41.), Cedric Teuchert (70.) und Simon Stehle (90.+6). Darüber hinaus parierte Ex-Nationaltorwart Ron-Robert Zieler einen Handelfmeter von Fürths Branimir Hrgota (63.). Punktgleich mit Hannover ist Nürnberg, das am Samstag 1:0 beim VfL Osnabrück gewann.

Den ersten Sieg des Jahres bejubelten die Bochumer, die mit dem 1:0 (1:0) beim zuletzt starken SV Wehen Wiesbaden mit 23 Punkten die Abstiegsplätze verließen. Der 21. Spieltag wird am Montag mit dem Nordderby zwischen Holstein Kiel und dem FC St. Pauli abgeschlossen.

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