Corona-Ausgangsbeschränkungen
Bayern-Strafe macht Boateng «traurig»

München (dpa) - Nach einer Geldstrafe vom FC Bayern hat Jérôme Boateng sein Verhalten verteidigt. Der Weltmeister von 2014 wurde durch den Verein wegen Entfernens aus München ohne Genehmigung sanktioniert.

Donnerstag, 02.04.2020, 12:38 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 12:40 Uhr
Hatte Ausgangsbeschränkungen missachtet: Jérôme Boateng.
Hatte Ausgangsbeschränkungen missachtet: Jérôme Boateng. Foto: Soeren Stache

«Ich akzeptiere jede Strafe der Welt, wenn sie berechtigt ist. Und ich weiß, dass es sicherlich ein Fehler war, den Verein nicht über meine Fahrt zu informieren, aber in dem Moment hatte ich nur meinen Sohn im Kopf. Ihm ging es gesundheitlich nicht gut. Wenn ein Sohn seinen Vater ruft, dann fahre ich natürlich noch los, egal zu welcher Uhrzeit!», sagte Boateng der «Bild».

«Für ihn nehme ich jede Strafe in Kauf, das ist schließlich mein Sohn. Ich möchte den Vater sehen, der in so einem Moment nicht losfährt, um an der Seite seines vierjährigen Sohnes zu sein. Wenn es dafür dann eine Strafe gibt, dann Respekt. Ich finde das traurig», erklärte der 31-Jährige.

Der Club hatte den Innenverteidiger bestraft, weil er sich trotz der Corona-Ausgangsbeschränkungen von seinem Wohnort entfernt hatte. «Mit dieser Entfernung von seinem Wohnort handelte Boateng den Vorgaben des Vereins zuwider. Diese Vorgaben regeln die Verhaltensweisen der Spieler des FC Bayern in der aktuellen Situation in Einklang mit den Vorgaben zur Ausgangsbeschränkung der Bayerischen Staatsregierung und den Empfehlungen der Gesundheitsämter», hieß es in der Vereinsmitteilung.

Der FC Bayern sehe sich hier in einer Vorbildrolle. «Als Konsequenz für diese Zuwiderhandlung hat der Verein entschieden, Boateng mit einer Geldstrafe zu belegen», hieß es. Die Summe wird der Verein Münchner Krankenhäusern spenden.

Boatengs Vertrag bei den Bayern läuft am 30. Juni 2021 aus. Unter Trainer Hansi Flick zeigt die Formkurve des Ex-Nationalspielers nach oben. «Der Verein muss sowieso auf mich zukommen. Ich muss nicht auf Teufel komm raus weg vom FC Bayern, ich habe ja noch einen Vertrag», sagte Boateng dem «Kicker».

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