Premier League
Chelsea mit Remis - Befreiungsschlag für Liverpool

Der FC Chelsea lässt beim 0:0 gegen Manchester United viele Chancen ungenutzt und verpasst den Sprung auf einen Champions-League-Platz. Jürgen Klopp darf in der Premier League endlich wieder jubeln.

Montag, 01.03.2021, 08:10 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 08:12 Uhr
Manchesters Mason Greenwood (l) und Chelseas Callum Hudson-Odoi im Zweikampf um den Ball.
Manchesters Mason Greenwood (l) und Chelseas Callum Hudson-Odoi im Zweikampf um den Ball. Foto: Clive Rose

London (dpa) - Trainer Thomas Tuchel bleibt mit dem FC Chelsea auch nach neun Spielen ungeschlagen, tritt im Rennen um die Champions-League-Qualifikation allerdings auf der Stelle.

Seine Blues verpassten es zuhause beim 0:0 gegen den Tabellenzweiten Manchester United, sich in der Premier-League-Tabelle auf den vierten Platz zu verbessern. So konnte der FC Liverpool wieder näher heranrücken. Englands Fußballmeister stoppte seine Niederlagenserie mit einem Auswärtserfolg bei Schlusslicht Sheffield United.

Unter Tuchel ist bei Chelsea ein klarer Aufwärtstrend erkennbar, doch die mangelnde Chancenverwertung bleibt ein Problem. Der Coach ärgerte sich an der Seitenlinie, weil sein Team gegen Rekordmeister Man United erneut mehrere gute Gelegenheiten ungenutzt ließ. «Wir sind noch nicht effizient genug», sagte Tuchel. «Das Ergebnis ist eben so, was die Leistung angeht, bin ich zufrieden. Wir waren nah dran zu gewinnen.»

Timo Werner durfte erst in der Schlussphase ran. Nach dem 1:0-Sieg unter der Woche in der Königsklasse gegen Atlético Madrid gönnte Tuchel dem deutschen Fußball-Nationalspieler zunächst eine Pause. Werners DFB-Teamkollege Kai Havertz blieb erneut 90 Minuten lang auf der Bank.

Umstritten war die Entscheidung zu einem vermeintlichen Handspiel nach rund 15 Minuten. In der Zeitlupe sah es aus, als habe Chelseas Callum Hudson-Odoi den Ball im Strafraum mit der Hand berührt. Der Videoschiedsrichter und Tuchel sahen keinen Strafstoß, United-Coach Ole Gunner Solskjaer sprach hingegen von einem klaren Elfmeter.

Aufatmen unterdessen bei Jürgen Klopp. Nach vier Premier-League-Niederlagen in Serie holten seine Reds in Sheffield den dringend benötigten Sieg und stoppten den Abwärtstrend. Dafür genügten ein Treffer von Curtis Jones (48.) und ein Eigentor von Sheffields Kean Bryan (64.), der einen Schuss von Roberto Firmino unhaltbar abfälschte.

Zuvor waren die überlegenen Reds mehrfach am starken Sheffield-Keeper Aaron Ramsdale verzweifelt und hatten auch Glück, als ein Eigentor von Schalke-Leihgabe Ozan Kabak wegen einer Abseitsposition nicht zählte. Durch den Auswärtssieg rückte Liverpool als Tabellensechster bis auf einen Zähler an Chelsea heran. Am Donnerstag kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der Clubs und zum deutschen Trainer-Duell.

Tabellenführer Man City hatte seine wettbewerbsübergreifende Siegesserie am Samstag auf 20 Spiele ausgebaut. Der Champions-League-Gegner von Borussia Mönchengladbach setzte sich dank Ruben Dias (30.) und John Stones (68.) auch gegen die starken Hammers am Ende mit 2:1 (1:1) durch. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für West Ham United erzielte Michail Antonio (43.).

Einen Achtungserfolg konnte der FC Arsenal am Sonntag verbuchen. Die Gunners, die in dieser Saison im Mittelfeld der Tabelle stagnieren, siegten beim Tabellendritten Leicester City nach frühem Rückstand überraschend mit 3:1 (2:1). David Luiz (39.), Alexandre Lacazette (45.+2/Strafstoß) und Nicolas Pépé (52.) trafen zum Auswärtssieg, nachdem die Foxes zunächst dank Youri Tielemans (6.) geführt hatten. Coach Mikel Arteta: «Ich glaube, die Mannschaft bessert sich klar.»

Zuvor hatte sich Tottenham Hotspur nach zwei Liga-Pleiten mit einem 4:0 (3:0) gegen den FC Burnley vorerst aus der Krise geschossen. Dabei trumpfte der von Real Madrid ausgeliehene Gareth Bale (2./55. Minute) mit zwei Toren auf. «Das ist der beste Bale, den wir in dieser Saison gesehen haben», lobte Coach José Mourinho. Zudem trafen Harry Kane (15.) und Lucas Moura (31.) für die Spurs, die nach dem Sieg sechs Punkte Rückstand auf einen Champions-League-Platz haben.

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