24. Spieltag
Frankfurt nur Remis gegen Aufsteiger Stuttgart

Eintracht Frankfurt hat im Kampf um die erstmalige Champions-League-Teilnahme zwei weitere Punkte eingebüßt. Dennoch bleiben die Chancen nach dem Remis gegen Stuttgart intakt.

Samstag, 06.03.2021, 18:26 Uhr aktualisiert: 06.03.2021, 18:28 Uhr
Frankfurts Abwehrspieler Evan Ndicka (r) trennt Stuttgarts Stürmer Silas Wamangituka vom Ball.
Frankfurts Abwehrspieler Evan Ndicka (r) trennt Stuttgarts Stürmer Silas Wamangituka vom Ball. Foto: Thomas Frey

Frankfurt/Main (dpa) - Die Freude über das 1:1 (0:0) gegen den starken Aufsteiger VfB Stuttgart hielt sich bei Eintracht Frankfurt in Grenzen.

«Wir sind nicht ganz happy mit dem Remis», räumte Abwehrchef Martin Hinteregger nach dem Kampfspiel ein. Zwar bleiben die Hessen mit 43 Punkten weiter Tabellenvierter der Fußball-Bundesliga und damit auf Königsklassenkurs, doch die Rückkehr in die Erfolgsspur nach der ersten Niederlage des Jahres in Bremen in der Vorwoche gelang nur zum Teil. «Natürlich wollten wir gewinnen, aber es war nicht einfach», sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter. «Wir waren in der ersten Halbzeit nicht so gut, wie ich mir das vorgestellt habe.»

Sasa Kalajdzic brachte die Gäste in der 68. Minute mit seinem zwölften Saisontor in Führung, die Filip Kostic (69.) umgehend ausglich. «Bis zum Gegentor waren wir nicht richtig da. Wir sind erst danach aufgewacht», resümierte Eintracht-Torwart Kevin Trapp. Für VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo war es «ein verdienter Punkt. Wir waren bereit, kompakt zu verteidigen. Es war eine ordentliche Leistung.»

Weil Offensivspieler Daichi Kamada mit einem Hexenschuss kurzfristig ausfiel, stellte Hütter sein System um und ließ das Sturmduo André Silva und Luka Jovic erstmals in dieser Saison gemeinsam von Beginn an ran. Gefahr strahlten die beiden Torjäger in der ersten Halbzeit aber kaum aus.

Stuttgart machte geschickt die Räume eng und ließ kaum Kombinationen der Hessen zu. Nach vorne ging aber auch bei den Schwaben wenig, vielmehr war Kampf Trumpf. Chancen gab es auf beiden Seiten keine, weil hüben wie drüben die nötige Präzision fehlte. Immer wieder bremsten Fehlpässe den Spielfluss. So dauerte es bis zur 43. Minute, ehe die Eintracht den ersten Torschuss der Partie abgab. Silva scheiterte an VfB-Keeper Gregor Kobel.

Die Startphase nach dem Wechsel gehörte den Gästen, die prompt auch ihre erste Chance verzeichneten. Konstantinos Mavropanos (53.) kam nach einer Ecke aus fünf Metern frei zum Kopfball, verfehlte aber das Tor. Fast im Gegenzug zielte Kostic dann besser: Der Serbe überwand Kobel mit einem Flachschuss ins lange Eck. Doch der Video-Assistent in Köln schaltete sich ein. Weil es zuvor eine Abseitsposition gegeben hatte, zählte der Treffer nicht.

Nun war die Eintracht wieder etwas besser im Spiel. Silva und Jovic kamen innerhalb kurzer Zeit zum Abschluss, zielten aber nicht genau genug. Das tat dafür VfB-Torjäger Kalajdzic, der mit Unterstützung von Hinteregger traf. «Ich versuche zu retten und er schießt mir den Ball an die Hand», schilderte der Frankfurter die Szene.

Die Stuttgarter Freude über die Führung währte aber nur kurz, denn wieder nahm Kostic von der linken Seite Maß und schoss den Ball ins lange Eck. Dieses Mal zählte das Tor. «Das war Weltklasse», lobte selbst Gäste-Trainer Matarazzo. Kurz darauf rettete VfB-Mittelfeldspieler Borna Sosa per Kopf bei einem Direktschuss von Jovic - Kobel hätte in dieser Szene wohl keine Chance gehabt. In der Schlussphase erhöhte Frankfurt noch einmal den Druck, doch der Siegtreffer gelang nicht mehr.

© dpa-infocom, dpa:210306-99-716281/3

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