Hoffenheims Ex-Coach
Markus Gisdol zum Fan-Eklat: «Deutlich Kante zeigen»

Sinsheim (dpa) - Markus Gisdol hat als früherer Hoffenheimer Trainer den Profifußball aufgefordert, sich gegen Aktionen wie das Fadenkreuz-Plakat von Dortmunder Fans gegen Dietmar Hopp zu wehren.

Montag, 24.09.2018, 04:49 Uhr aktualisiert: 24.09.2018, 04:52 Uhr
Markus Gisdol fordert den Profifußball auf, geschlossen gegen Aktionen wie das Fadenkreuz-Plakat vorzugehen.
Markus Gisdol fordert den Profifußball auf, geschlossen gegen Aktionen wie das Fadenkreuz-Plakat vorzugehen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

«Ich glaube, dass wir alle in unseren Business geschlossen dagegen vorgehen sollten», sagte der 49-Jährige in der SWR-Fernsehsendung «Sport im Dritten». «Wir sitzen da alle in einem Boot. Wir müssen alle deutlich Kante zeigen, damit Grenzen nicht überschritten werden.»

Dortmunder Fans hatten vor dem 1:1 zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund einen großen Banner ausgerollt, der das Konterfei von Mäzen Hopp hinter einem Fadenkreuz darstellte. Zudem gab es bei dem Bundesliga-Spiel weitere beleidigende Spruchbänder und Schmähgesänge gegen den 78-Jährigen.

Hopp habe ein unglaubliches soziales Engagement an den Tag gelegt, betonte Gisdol. Viele Fans von gegnerischen Mannschaften lehnen den Milliardär, ab, da er Hoffenheim von einem Dorfclub zum Bundesliga-Team gemacht hat. Gisdol, zuletzt Chefcoach des Hamburger SV, trainierte von 2013 bis 2015 die TSG.

Die Gäste-Anhänger protestierten mit ihren Aktionen gegen Hausverbote von Fans aus ihrem Lager. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke entschuldigte sich danach für den Eklat. Die TSG hat sich in einem offenen Brief gegen die Anfeindungen und Beleidigungen gewehrt.

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