Fußball: Bundesliga
Am Ende bleiben die Schleusen dicht - Borussia Dortmund kann noch siegen

Dortmund -

Borussia Dortmund hat in der Bundesliga den schwarzen Februar für beendet erklärt. Der Spitzenreiter zeigte mit dem 3:2-Heimsieg über Bayer Leverkusen eine Reaktion auf den 1:0-Heimerfolg von Verfolger Bayern München. Das Team von Trainer Lucien Favre hat somit wieder drei Zähler Vorsprung in der Tabelle.

Sonntag, 24.02.2019, 21:06 Uhr aktualisiert: 24.02.2019, 21:10 Uhr
Fußball: Bundesliga: Am Ende bleiben die Schleusen dicht - Borussia Dortmund kann noch siegen
Glückliche Dortmunder: Axel Witsel, Julian Weigl, Mario Götze und Jadon Sancho (v. l.) bejubeln das Tor zum 3:1 gegen Leverkusen. Foto: dpa

Mini-Krise beendet oder nur unterbrochen? Durch das 3:2 (2:1) gegen Bayer Leverkusen schloss Bundesliga-Primus Borussia Dortmund den schwarzen Februar am Sonntagabend mit einem Sieg ab. Lächelnd und Beifall klatschend reagierte Trainer Lucien Favre auf den Abpfiff. Allen im BVB-Team war die Erleichterung anzusehen. „Leverkusen hat sehr gut gespielt. Es war gefährlich bis zum Schluss für uns“, sagte Favre. Bayer-Trainer Peter Bosz haderte: „Wir hatten heute mehr verdient.“

Mitunter im Fußball erleben auch ausgewiesen spielstarke Mannschaften Phasen, in denen die Beine nicht schaffen, was der Kopf so gern möchte. Vielleicht ist das Künstlerpech, der BVB steckt gerade in solch einer Situation. Bis zum Sonntag hatte er in diesem Monat kein Spiel gewonnen, das nagt nachhaltig am Selbstvertrauen und natürlich an der Souveränität. Schlussendlich findet dies auch in Ergebnissen Niederschlag.

Um den fatalen Trend mit zu vielen Teil- und Misserfolgen zu stoppen, griff Dortmund gegen Leverkusen zunächst auf die handwerklichen Fähigkeiten zurück. Einen Meisterbrief verdiente sich das komplett verunsicherte und ungewöhnlich defensiv ausgerichtete Team zunächst nicht. Nach 29 Minuten hatten die überzeugenden und dominanten Gäste fast 70 Prozent Ballbesitz, natürlich auch die besseren Chancen und eigentlich alles im Griff.

Das 0:1 war eine Frage der Zeit, ehe Jadon Sancho in Minute 30 einen Eckball schlug und Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou zum 1:0 für die Borussia einköpfte.

Sieben Zeigerumdrehungen lang stand das Spiel auf dem Kopf, dann gelang Kevin Volland der Ausgleich. Sehr verdient, aber mit frühem Ablaufdatum. Sancho benötigte nur 60 Sekunden, um das Spielgerät volley zur abermaligen BVB-Führung reinzuhämmern. Es war und blieb die künstlerisch wertvollste Szene des Spitzenreiters in der ersten Hälfte. Kein Problem für die Menschen auf den Tribünen: Ihnen stand nicht der Sinn nach Zauber, sie sehnten sich nach Punkten.

Mario Götze, nach dem Ausfall von Marco Reus und Lukasz Piszczek Kapitän, nährte die Hoffnungen der Fans mit dem Treffer zum 3:1 nach einer Stunde. Der BVB war nun im Spiel, agierte couragierter und nutzte die Räume, die Leverkusen freigab. Paco Alcacer, erstmals gemeinsam mit Götze in der Startelf, stellte vermeintlich auf 4:1 (63.), stand aber eine Nasenspitze im Abseits. So begann in Dortmund wieder einmal das große Zittern. Zweimal rettete Keeper Roman Bürki zunächst in großer Not, gegen den Kopfball von Jonathan Tah (75.) war er machtlos. 2:3 – gegen Hoffenheim hatte der BVB sogar ein 3:0 verspielt. Diesmal blieben die Schleusen zumindest am Ende dicht. „Wir hatten nicht die Spielkontrolle, aber heute zählte zuerst das Ergebnis“, sagte Sportdirektor Michael Zorc.

Wilfried Sprenger

DortmundMini-Krise beendet oder nur unterbrochen? Durch das 3:2 (2:1) gegen Bayer Leverkusen schloss Bundesliga-Primus Borussia Dortmund den schwarzen Februar am Sonntagabend mit einem Sieg ab. Lächelnd und Beifall klatschend reagierte Trainer Lucien Favre auf den Abpfiff. Allen im BVB-Team war die Erleichterung anzusehen. „Leverkusen hat sehr gut gespielt. Es war gefährlich bis zum Schluss für uns“, sagte Favre. Bayer-Trainer Peter Bosz haderte: „Wir hatten heute mehr verdient.“

Souveränität fehlte zuletzt

Mitunter im Fußball erleben auch ausgewiesen spielstarke Mannschaften Phasen, in denen die Beine nicht schaffen, was der Kopf so gern möchte. Vielleicht ist das Künstlerpech, der BVB steckt gerade in solch einer Situation. Bis zum Sonntag hatte er in diesem Monat kein Spiel gewonnen, das nagt nachhaltig am Selbstvertrauen und natürlich an der Souveränität. Schlussendlich findet dies auch in Ergebnissen Niederschlag.

Um den fatalen Trend mit zu vielen Teil- und Misserfolgen zu stoppen, griff Dortmund gegen Leverkusen zunächst auf die handwerklichen Fähigkeiten zurück. Einen Meisterbrief verdiente sich das komplett verunsicherte und ungewöhnlich defensiv ausgerichtete Team zunächst nicht. Nach 29 Minuten hatten die überzeugenden und dominanten Gäste fast 70 Prozent Ballbesitz, natürlich auch die besseren Chancen und eigentlich alles im Griff.

Zagadou trifft zum 1:0

Das 0:1 war eine Frage der Zeit, ehe Jadon Sancho in Minute 30 einen Eckball schlug und Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou zum 1:0 für die Borussia einköpfte.

Sieben Zeigerumdrehungen lang stand das Spiel auf dem Kopf, dann gelang Kevin Volland der Ausgleich. Sehr verdient, aber mit frühem Ablaufdatum. Sancho benötigte nur 60 Sekunden, um das Spielgerät volley zur abermaligen BVB-Führung reinzuhämmern. Es war und blieb die künstlerisch wertvollste Szene des Spitzenreiters in der ersten Hälfte. Kein Problem für die Menschen auf den Tribünen: Ihnen stand nicht der Sinn nach Zauber, sie sehnten sich nach Punkten.

Bürki rettet zweimal

Mario Götze, nach dem Ausfall von Marco Reus und Lukasz Piszczek Kapitän, nährte die Hoffnungen der Fans mit dem Treffer zum 3:1 nach einer Stunde. Der BVB war nun im Spiel, agierte couragierter und nutzte die Räume, die Leverkusen freigab. Paco Alcacer, erstmals gemeinsam mit Götze in der Startelf, stellte vermeintlich auf 4:1 (63.), stand aber eine Nasenspitze im Abseits. So begann in Dortmund wieder einmal das große Zittern. Zweimal rettete Keeper Roman Bürki zunächst in großer Not, gegen den Kopfball von Jonathan Tah (75.) war er machtlos. 2:3 – gegen Hoffenheim hatte der BVB sogar ein 3:0 verspielt. Diesmal blieben die Schleusen zumindest am Ende dicht. „Wir hatten nicht die Spielkontrolle, aber heute zählte zuerst das Ergebnis“, sagte Sportdirektor Michael Zorc.

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