Fußball: Bundesliga
Für den BVB bleiben gegen Bielefeld keine Wünsche offen

Dortmund -

Borussia Dortmund hat am Samstag mit 3:0 (0:0) gegen Abstiegskandidat Arminia Bielefeld gewonnen – und damit den Rückstand auf die Champions-League-Plätze auf drei Punkte verkürzt.

Samstag, 27.02.2021, 17:24 Uhr aktualisiert: 27.02.2021, 17:46 Uhr
Fußball: Bundesliga: Für den BVB bleiben gegen Bielefeld keine Wünsche offen
Kollektive Freude nach dem dritten Dortmunder Treffer. Foto: dpa

Schwarz-Gelb begann mit Jude Bellingham für den kranken Thomas Delaney und Giovanni Reyna anstelle von Julian Brandt, während die Bielefelder Sergio Cordova für Michel Vlap brachten. Wie fast immer in der Startelf beim Neuling: Amos Pieper, der Junge aus Nordkirchen, der beim BVB groß wurde und sich inzwischen in der Bundesliga etabliert hat.

Auch sein Trainer Uwe Neuhaus hat ja eine lange Vergangenheit an der Strobelallee. Er schickte seine Elf genau wie der Gegner in einem halbwegs klassischen 4-2-3-1 aufs Feld. Natürlich gehörte dem Gastgeber das erste Wort. Mahmoud Dahoud, den Manuel Prietl blockte, und Raphael Guerreiro hatten die erste Doppelchance nach vier Minuten, Reyna zog nur 30 Sekunden später knapp vorbei. Den ersten Angriffshagel hatten die Ostwestfalen überstanden, also meldete sich Ritsu Doan mit einem ersten Versuch an (6.), kurz darauf suchte auch Fabian Kunze den Abschluss (12.).

Ein munterer Auftakt zwischen den Westfalenrivalen. Doch die Anfangsphase versprach etwas zu viel. Der Aufsteiger verteidigte effektiv, presste dosiert und nahm so den Dortmundern etwas die Lust am Kombinieren. Viele kleine technische Unzulänglichkeiten unterbrachen die Bemühungen der Hausherren. Dennoch wäre beinahe nach einem Freistoß die Führung gefallen, als Stefan Ortega die Kugel Mats Hummels vor die Füße boxte. Der Abwehrchef sah sich zwar allein vor der Linie, aber auch drei, vier Bielefelder Schienbeinen gegenüber. Den Nachschuss setzte Marco Reus auch noch an die Latte (28.). Nach rund einer halben Stunde legte der BVB wieder einen Zahn zu. Reyna (33./Außennetz) gehörte die nächste Möglichkeit. Der bis dahin völlig unsichtbare Erling Haaland tauchte dann binnen 20 Sekunden zweimal vor Ortega auf, zog aber jeweils den Kürzeren (38., 39.). Den zweiten musste der Norweger eigentlich machen.

Die Ostwestfalen hatten sich im Grunde vollständig aus dem Spiel nach vorn verabschiedet, da servierte Dahoud mit einem unerklärlichen Stockfehler dem Gast einen Konter, an dessen Ende Cordova das Tor hätte machen müssen. Doch er nahm den Außenrist und setzte das Leder vorbei (43.).

Lohn kurz nach Wiederanpfiff

In dieser Szene hatten die Borussen Glück, insgesamt war es aber ein ordentlicher Auftritt. Den Lohn schnappten sie sich kurz nach Wiederanpfiff. Jadon Sancho verzichtete nach seinem kleinen Dribbling auf den Schuss, legte stattdessen ab auf Dahoud, der aus 18 Metern trocken abzog und zum 1:0 traf (48.). Das Tor gab noch ein bisschen mehr Sicherheit. Kurz darauf spielten Sancho und Reyna sehenswert Reus frei, den Pieper im allerletzten Moment nur per Foul stoppen konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Sancho zum 2:0 (58.). Der Bielefelder Verteidiger war mit Gelb noch gut bedient.

Reiniers erster Bundesliga-Treffer

Geschlagen gab sich der Außenseiter noch nicht, Fabian Klos bot sich eine gute Gelegenheit (62.), der Ball rauschte aber vorbei. Beim BVB kam dann Thorgan Hazard nach längerer Verletzungspause für Reyna. Reus scheiterte noch freistehend an Ortega (70.) – unterm Strich spielte der Champions-League-Achtelfinalist die Sache aber entspannt zu Ende. Das lag auch am dritten Treffer, den Sancho und Haaland über links herrlich vorbereiteten. Im Zentrum vollstreckte schließlich Reinier – sein erster Bundesliga-Treffer (81.), den das ganze Team mit ihm feierte. Grund zur Freude hatte schließlich auch Dan-Axel Zagadou, der ebenfalls sein Comeback gab. An diesem Samstag blieben, selbst wenn Guerreiro das sichere vierte Tor ausließ (90.+2), keine Wünsche offen für den Favoriten.

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