29. Spieltag
BVB vorerst an Tabellenspitze - Rückschlag für Stuttgart

Borussia Dortmund ist zumindest für einen Tag an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Gegen Mainz kann der BVB aber nicht überzeugen. Im Abstiegskampf kommt Stuttgart nicht voran, Hannover kann langsam für die 2. Liga planen.

Samstag, 13.04.2019, 20:30 Uhr aktualisiert: 13.04.2019, 20:34 Uhr
Dortmunds Jadon Sancho (r) bejubelt das Tor zum 1:0 gegen Mainz.
Dortmunds Jadon Sancho (r) bejubelt das Tor zum 1:0 gegen Mainz. Foto: Ina Fassbender

Berlin (dpa) - Borussia Dortmund hat vorgelegt. Im Fernduell um die Meisterschaft mit dem FC Bayern übernahm der BVB mit einem schmeichelhaften 2:1 (2:0) gegen den FSV Mainz 05 zumindest für eine Nacht die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga.

Die Münchner haben die Chance, mit einem Sieg bei Fortuna Düsseldorf am Sonntag zurückzuschlagen.

Im Abstiegskampf erlitt der VfB Stuttgart einen erneuten Rückschlag. Die Schwaben unterlagen gegen das zuletzt formschwache Team von Bayer Leverkusen mit 0:1 (0:0) und liegen als Tabellen-16. nur noch drei Zähler vor dem 1. FC Nürnberg. Der FC Augsburg hat am Sonntag die Chance, sich bei Eintracht Frankfurt weiter von der gefährdeten Zone abzusetzen. Leverkusen stoppte seine Negativserie von drei Niederlagen in Serie und schob sich wieder Richtung Europapokalränge.

Im Rennen um die Champions-League-Plätze festigte RB Leipzig mit dem souveränen 2:0 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg und dem vierten Ligasieg nacheinander den dritten Platz. Borussia Mönchengladbach konnte nach drei sieglosen Partien wieder gewinnen und wahrte mit dem 1:0 (0:0) gegen den Tabellenletzten Hannover 96 seine Königsklassen-Chance. Werder Bremen kletterte durch das 2:1 (0:0) gegen den SC Freiburg auf Platz sechs.

Eine Woche nach der 0:5-Pleite gegen die Bayern sorgte der Doppelpack von Jadon Sancho (18./24. Minute) für Erleichterung bei Dortmund. Nicht nur der Mainzer Anschlusstreffer durch Robin Quaison (83.) ließ das Team von Trainer Lucien Favre in der Schlussphase aber noch gehörig zittern. Torwart Roman Bürki rettete mit mehreren starken Paraden den BVB-Sieg.

Zwei Tage nach den positiven Schlagzeilen durch die Verpflichtung von Sven Mislintat als Sportdirektor spitzt sich die Lage für Stuttgart weiter zu. Kai Havertz (64.) sorgte per Foulelfmeter für die Entscheidung, der Ex-Leverkusener Gonzalo Castro hatte Kevin Volland zu Fall gebracht. Der VfB wartet damit seit fünf Partien auf einen Sieg. In der Nachspielzeit sah Santiago Ascacibar die Rote Karte.

Leipzig ist dagegen derzeit kaum zu stoppen. Nach den Treffern von Kevin Kampl (16.) mit einem Schuss aus 20 Metern und Timo Werner (28.) hatte Wolfsburg wenig dagegenzusetzen. Nationalstürmer Werner bestätigte seine Topform: Der 23-Jährige war dem Datendienstleister Opta zufolge damit zum ersten Mal in seiner Karriere in vier Bundesligaspielen in Serie an mindestens einem Treffer beteiligt.

Bei Gladbach herrscht derzeit hingegen Tor-Minimalismus. Zum sechsten Mal hintereinander gab es für das Team des scheidenden Trainers Dieter Hecking nur einen Treffer - der abgefälschte Schuss von Raffael (53.) reichte jedoch zum ersten Sieg seit mehr als einem Monat. Nach der achten Niederlage in Serie besteht für das abgeschlagene Hannover kaum noch Hoffnung.

Bremen ist dagegen weiter ohne Niederlage in diesem Jahr. Davy Klaasen (76.) und Theodor Gebre Selassie (84.) trafen für Werder, das in der Pause verletzungsbedingt Torwart Jiri Pavlenka gegen Stefanos Kapino tauschen musste. Luca Waldschmidt (90.+3) erzielte nur noch den Anschlusstreffer für die Breisgauer.

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