Statistik und Personal
Der 3. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Düsseldorf (dpa) - Der 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird am Freitagabend mit dem Spiel 1. FC Union Berlin gegen den FSV Mainz 05 eröffnet. Die weiteren Partien im Überblick:

Freitag, 02.10.2020, 22:03 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 22:06 Uhr
Freiburgs Trainer Christian Streich muss mit seinem Team gegen den BVB ran.
Freiburgs Trainer Christian Streich muss mit seinem Team gegen den BVB ran. Foto: Tom Weller

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Dem Verlierer droht der Krisenmodus. Vor allem für Champions-League-Teilnehmer Gladbach - ebenso wie der FC noch sieglos - wäre schon ein Unentschieden eigentlich zu wenig. 

STATISTIK: Klare Sache für die Gäste. Die Borussia gewann von den bisherigen Bundesliga-Derbys mehr als doppelt so viele wie die Kölner.

PERSONAL: Der FC muss noch auf Jakobs, Meré und Modeste verzichten. Kapitän Hector ist fraglich. Bei Gladbach ist Embolo noch kein Kandidat für Startelf. Benes, Zakaria und Lazaro fehlen weiter.

BESONDERES: Es drohte schon das zweite Geister-Derby in diesem Jahr. Im März in Gladbach war das Prestigeduell wegen der Corona-Krise das erste Bundesliga-Spiel überhaupt ohne Zuschauer. 300 Zuschauer wurden dann doch zugelassen.

VfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Nach dem 4:1-Sieg in Mainz startet der VfB mit Selbstvertrauen in die Partie. Die noch sieglosen Leverkusener dagegen hoffen auf den ersten Dreier in dieser Saison.

STATISTIK: Die Schwaben sind für die Werkself ein Lieblingsgegner. Nur eines der vergangenen 16 Bundesliga-Duelle ging verloren. Gegen kein anderes Team gewann Bayer in seiner Bundesliga-Historie so oft wie gegen Stuttgart.

PERSONAL: Arsenal-Leihgabe Mavropanos steht nach auskurierter Verletzung vor seinem Pflichtspieldebüt für den VfB. Auch Bayer-Neuzugang Arias könnte sein Debüt geben. Bis auf Paulinho ist Leverkusen komplett.

BESONDERES: Der VfB Stuttgart (139) und Bayer Leverkusen (136) sind die Mannschaften, die in der Bundesliga-Historie mit Abstand die meisten Platzverweise gesehen haben. 

Werder Bremen - Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Bremer holten auf Schalke (3:1) den ersten Saisonerfolg. Aufsteiger Bielefeld ist mit vier Punkten aus zwei Partien noch unbesiegt.

STATISTIK: Bielefeld kassierte in der Bundesliga in keinem Stadion mehr Niederlagen als in Bremen (14). Das letzte Match 2009 gewann jedoch die Arminia 2:1.

PERSONAL: Werders Rashica dürfte nach überstandener Verletzung wieder in den Kader rücken. Bielefeld dürfte mit der gleichen Elf starten, die gegen Köln mit 1:0 siegreich war.

BESONDERES: Die Arminia verlor 2007 im Weserstadion mit 1:8. Es war die zweithöchste Bundesliga-Auswärtsniederlage für Bielefeld nach dem 1:11-Debakel in Dortmund (1982).

Borussia Dortmund - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATIO: Nach der Pleite in Augsburg und der Niederlage im Supercup ist Dortmund gefordert. Freiburg könnte mit einem Sieg den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte hinlegen.

STATISTIK: Unter Trainer Favre hat der BVB noch kein Hinrunden-Heimspiel verloren. Und Freiburg hat die vergangenen 18 Liga-Partien gegen den BVB nicht gewinnen können.

PERSONAL: Unklar, ob Torwart Bürki und Sancho nach ihren Atemwegsinfekten wieder fit sind. Vor allem Bürki scheint fraglich. Den Freiburgern steht wie in den Vorwochen beinahe das komplette Personal zur Verfügung.

BESONDERES: Streich droht in seinem 292. Spiel als Bundesliga-Trainer die 100. Niederlage. Gegen Dortmund konnte er mit seinen Mannschaften auch noch nie gewinnen.

Eintracht Frankfurt - TSG 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der Dritte Frankfurt gegen Tabellenführer Hoffenheim ist - zumindest tabellarisch - das Spitzenspiel des Bundesliga-Spieltags.

STATISTIK: Seit Adi Hütter in Frankfurt Trainer ist, gab es in vier Spielen gegen Hoffenheim vier Siege für die Eintracht.

PERSONAL: Frankfurt muss ohne den verletzten Kostic auskommen, dafür steht Keeper Schubert erstmals im Kader. Bei der TSG fällt Bicakcic mit Kreuzbandriss monatelang aus.

BESONDERES: In Zuber und Gacinovic treffen nach dem Tauschgeschäft im Sommer gleich zwei Mittelfeldspieler auf ihre ehemaligen Vereine.

RB Leipzig - FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung für Leipzig. Schalke hat in der Liga saisonübergreifend seit 18 Spielen nicht mehr gewonnen.

STATISTIK: Die Bilanz spricht für Leipzig, das vier der bisherigen acht Duelle gewann. Zuletzt siegte RB im Februar 5:0 auf Schalke, hatte allerdings zuvor im September das Heimspiel überraschend verloren.

PERSONAL: Leipzig plagen Offensivsorgen. Hwang hat eine Prellung, Poulsen eine Zerrung und Sörloth ist noch nicht soweit. Dazu fehlt Sabitzer erneut.

BESONDERES: Trainer Baum gibt sein Debüt bei Schalke. Von bisher sechs Vergleichen mit Nagelsmann hat er vier verloren und zweimal Unentschieden gespielt.

VfL Wolfsburg - FC Augsburg (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Augsburg reist ohne seinen erkrankten Trainer Herrlich nach Wolfsburg. Der VfL will nach dem Verpassen der Europa League wenigstens den ersten Liga-Sieg. Bislang gab es zwei Remis. 

STATISTIK: Während Wolfsburg nur eines der vergangenen zehn Liga-Heimspiele gewinnen konnte, verlor Augsburg in den vergangenen fünf Auswärtspartien nur ein Match (0:2 bei Hertha BSC).

PERSONAL: Wolfsburg-Trainer Glasner könnte nach dem Spiel in Athen etwas rotieren. Torwart Casteels ist weiter angeschlagen. Der FCA hat nach dem 2:0 gegen Dortmund wenig Gründe zu wechseln.

BESONDERES: Augsburgs Uduokhai kehrt nach Wolfsburg zurück. Für den VfL bestritt er zwischen 2017 und 2019 30 Bundesligaspiele. Auch Caligiuri (2013 bis 2017) war bereits für Wolfsburg aktiv.

FC Bayern München - Hertha BSC (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Nach dem Sieg im Supercup will der FC Bayern in der Liga wieder drei Punkte einfahren und das 1:4 aus dem Hoffenheim-Spiel endgültig hinter sich lassen. Hertha reist nach einer 1:3-Niederlage gegen Frankfurt an.

STATISTIK: Hertha BSC punktete in fünf der vergangenen sieben Liga-Spiele gegen den FC Bayern – das gelang keinem anderen Team. In München haben die Berliner allerdings erst zweimal gewonnen, zuletzt 1977.

PERSONAL: Bayern hofft auf eine Rückkehr der zuletzt angeschlagenen Alaba und Goretzka, Sané fehlt. Wahrscheinlich wird Neuling Cordoba erstmals von Beginn an für die Hertha stürmen und den zuletzt glücklosen Piatek ersetzen.

BESONDERES: Achtung, Lukebakio kommt. Der Belgier erzielte schon fünf Bundesliga-Tore gegen den FC Bayern – persönlicher Rekord. Von den aktiven Profis hat nur BVB-Star Reus mehr. 

© dpa-infocom, dpa:201001-99-786446/5

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