Bundesliga
Werder-Boss Bode: «Sparen uns nicht in die Zweite Liga»

Bremen (dpa) - Werder Bremens Aufsichtsratsboss Marco Bode hat sich gegen die Kritik am Transferverhalten des Fußball-Bundesligisten gewehrt.

Mittwoch, 07.10.2020, 11:10 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 11:14 Uhr
Marco Bode ist der Aufsichtsratsvorsitzende des SV Werder Bremen.
Marco Bode ist der Aufsichtsratsvorsitzende des SV Werder Bremen. Foto: Soeren Stache

«Weil wir einen - zugegeben sehr guten - Spieler wie Klaassen verloren haben, bedeutet das doch nicht automatisch, dass wir nur noch gegen den Abstieg spielen. Wir sparen uns nicht in die Zweite Liga. Wir haben immer noch eine wettbewerbsfähige Mannschaft», sagte Bode bei «deichstube.de».

Die Bremer hatten am letzten Tag der Transferperiode am Montag den Niederländer Davy Klaassen für elf Millionen Euro plus Extrazahlungen an Ajax Amsterdam verkauft, zugleich aber keinen Ersatz für den Mittelfeldspieler geholt. Auch, weil ein Transfer von Milot Rashica zu Bayer Leverkusen in letzter Sekunde geplatzt war.

Bode wies erneut auf die kritische finanzielle Situation des Clubs in der Corona-Krise hin. Dass dies in der Öffentlichkeit immer noch nicht akzeptiert werde, ärgert den Ex-Profi. «Wir haben doch in den vergangenen Monaten ganz transparent gemacht, dass wir uns durch die Coronakrise im Krisenmodus befinden. Allein dadurch fehlen uns bis Jahresende 30 Millionen Euro. Das ist ein Viertel unseres Jahresumsatzes», sagte Bode. Allerdings räumte er auch Fehler ein. «Aus heutiger Sicht war es falsch, dass wir vor einem Jahr darauf verzichtet haben, einen Leistungsträger zu verkaufen», sagte Bode.

© dpa-infocom, dpa:201007-99-855822/2

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