Leverkusen-Trainer
Bosz: Ohne Havertz «ist unser Spiel anders»

Leverkusen (dpa) - Die Spielphilosophie von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat sich durch den Abgang von 100-Millionen-Mann Kai Havertz markant und nachhaltig verändert.

Freitag, 30.10.2020, 14:11 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 14:14 Uhr
Leverkusens Trainer, Peter Bosz.
Leverkusens Trainer, Peter Bosz. Foto: Rolf Vennenbernd

«Es ist deutlich erkennbar, dass unser Spiel ohne Kai anders ist», sagte Trainer Peter Bosz: «Ohne ihn haben wir nach vorne weniger Kreativität. Aber wir sind defensiv stärker, denn defensiv hat Kai weniger gearbeitet.»

Der Nationalspieler war im Sommer zum FC Chelsea gewechselt. Ohne ihn haben die Leverkusener in fünf Bundesliga-Spielen erst sechs Tore erzielt, die wenigsten der Clubs in der oberen Tabellenhälfte. Dafür hat Bayer aber auch erst drei kassiert, nur Dortmund (2) hat ligaweit weniger. Für Bosz ist das veränderte Spiel okay, obwohl der Niederländer als Offensiv-Verfechter gilt. «Wir gehen es einfach anders an», sagte er: «Natürlich hat man als Fußball-Liebhaber gerne 50 Chancen pro Spiel und Spektakel. Aber man muss realistisch sein. Und wir haben das bisher ordentlich gemacht.»

Im Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg dürfte von den beim 0:1 in der Europa League in Prag am Donnerstag fehlenden sechs Profis Ezequiel Palacios (krank) wieder dabei sein. Bei Lars Bender (Nackenprobleme) hat Bosz Hoffnung. Bei Patrik Schick und Charles Aranguiz, die wegen Muskelverletzungen fehlten, müsse er noch mit den Physiotherapeuten sprechen, sagte der Coach: «Aber ich gehe absolut nicht davon aus, dass sie dabei sein werden.» Santiago Arias (Wadenbeinbruch) und Paulinho (Kreuzbandriss) werden noch die gesamte Hinrunde über fehlen.

© dpa-infocom, dpa:201030-99-145818/2

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