Fußball in der Pandemie
DFL-Aufsichtsratschef: Kritik an Corona-Maßnahmen

München (dpa) - Peter Peters hat die Verantwortung des Fußballs für die Gesellschaft während der Corona-Pandemie hervorgehoben und die Kritik an den neuen Beschränkungen verteidigt.

Sonntag, 01.11.2020, 15:08 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 15:12 Uhr
Peter Peters ist der Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga.
Peter Peters ist der Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga. Foto: Andreas Gora

«Der Fußball akzeptiert die Maßnahmen und der Fußball war und ist demütig. Wir müssen aber auch eine faktenorientierte Diskussion zulassen», sagte der Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga am Sonntag im «Doppelpass» des TV-Senders Sport1. Der Fußball dürfe die Maßnahmen auch hinterfragen und sich «Gedanken auch um seine Zukunft» machen.

«Auch das gehört zur Qualität der Diskussion, dass wir uns fragen: Wie geht es dann weiter?», sagte Peters. Man diskutiere über ein Herzstück des Fußballs, nämlich die Zuschauer. Sie hätten eine enorme Bedeutung für ein Spiel.

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern vom vergangenen Mittwoch dürfen im November sämtliche Profisport-Veranstaltungen nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Das war in den vergangenen Tage aus dem Fußball heraus kritisiert worden. Peters bekräftigte, der Fußball habe mit der Änderung der Statuten im Frühjahr viele Dinge angeschoben, um in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern die Zuschauer wieder in die Stadien lassen zu können.

Dazu gehören unter anderen das Alkoholverbot und die Nichtzulassung von Gästefans. Dass nun, da sich die Zuschauer in Deutschland sehr verantwortungsvoll verhalten hätten, die Erwartungshaltung an die Politik eine andere gewesen war, sei verständlich, sagte Peters. «Der Fußball wird nun aber wieder seiner Verantwortung gerecht, auch wenn es bedauerlich ist.»

© dpa-infocom, dpa:201101-99-166540/2

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