Pause beendet
Eberl zurück: Schnelle Gladbach-Klarheit um Rose

Sportchef Eberl erlebt bei Borussia Mönchengladbach eine gelungene Rückkehr. Nach dem Weiterkommen im Pokal muss er wichtige Personalien klären. In der Trainerfrage wünscht er sich schnelle Klarheit.

Donnerstag, 04.02.2021, 12:21 Uhr
Gladbachs Sportdirektor Max Eberl wünscht sich eine schnelle Entscheidung in der Trainerfrage.
Gladbachs Sportdirektor Max Eberl wünscht sich eine schnelle Entscheidung in der Trainerfrage. Foto: Marijan Murat

Stuttgart (dpa) - Max Eberl strahlte über das ganze Gesicht. Die Rückkehr des Sportdirektors von Borussia Mönchengladbach nach seiner rund einmonatigen Auszeit ist geglückt, der Fußball-Bundesligist im neuen Jahr weiter ungeschlagen - und ein möglicher Titel wieder ein Stückchen näher gerückt.

Er habe sich «sehr, sehr gefreut», wieder dabei zu sein, sagte Eberl nach dem 2:1 (1:1) der Borussia im DFB-Pokal-Achtelfinale beim VfB Stuttgart am Mittwochabend bei Sky, «und auch gemerkt, dass mir das fehlt. Das ist mein Leben.»

Die vierwöchige Pause, die er sich selbst verordnet und überwiegend in den Bergen verbracht hatte, habe «nicht dazu geführt, dass ich die Lust verloren habe, sondern die Lust behalten habe - und wieder neue Kraft.» Diese Kraft dürfte der 47-Jährige auch brauchen. In der Bundesliga knapp hinter den Europapokalrängen, in der Champions League im Achtel-, im DFB-Pokal nun sogar schon im Viertelfinale: Die Borussia ist weiter in allen Wettbewerben voll dabei. Doch Eberl muss nun dafür sorgen, dass die Partystimmung anhält und kein Kater folgt.

Gladbachs Erfolgsarchitekt hat wichtige Personalien zu klären. Die Wichtigste ist die des Trainers. Als «tolle Geschichte» bezeichnete Marco Rose das Weiterkommen in Stuttgart, bei dem die französischen Offensiv-Asse Marcus Thuram (45.+1) und Alassane Plea (50.) den Rückstand der Gäste durch Silas Wamangituka (2.) noch gedreht hatten.

Dass die tolle Geschichte, die die Fohlen nicht nur im Pokal und auch nicht erst seit dieser Saison erzählen, noch möglichst lange mit Rose weitergeht, wünschen sich alle in Gladbach. Der Coach selbst, der beim VfL noch einen Vertrag bis Sommer 2022, aber auch eine Ausstiegsklausel besitzt, vermied bisher jedoch ein Bekenntnis.

«Wir wollen so schnell wie möglich die Klarheit haben», sagte Eberl über die Zukunft des 44-Jährigen, an dem Ligarivale Borussia Dortmund interessiert ist. «Marco hat die Entscheidung ein Stück weit zu fällen. Aber wir werden da gemeinsam reden und eine Entscheidung fällen.» Je früher, desto besser. Und das gilt nicht nur für den Protagonisten neben, sondern auch für so manchen auf dem Platz.

Auch Mittelfeld-Juwel Florian Neuhaus (Vertrag bis 2024) und der Schweizer Allrounder Denis Zakaria (2022) sind umworben - und Kandidaten, die bei einem Wechsel nach dieser Saison ordentlich die Gladbacher Kasse klingeln lassen könnten. Sie sind aber auch Säulen im System der Borussia, die nicht ohne Weiteres zu ersetzen wären. Hinzu kommen Vertragsgespräche mit den Abwehr-Assen Nico Elvedi und Matthias Ginter. Auch bei diesem Duo laufen die Verträge 2022 aus.

Beim Spiel in Stuttgart habe er «Max sehr entspannt wahrgenommen», sagte Rose. Es sei seinem Vorgesetzten bestimmt wichtig gewesen, «dass wir auch mit ihm wieder gewonnen haben.» Noch wichtiger dürfte Eberl aber sein, dass zu seiner Erfolgsstory noch ein paar Kapitel mehr dazu kommen. Zunächst steht am Samstag das Bundesliga-Derby gegen den 1. FC Köln an.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-298552/3

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