Sport in Corona-Zeiten
Watzke: Fußball soll «ein bisschen Freude» bringen

Dortmund (dpa) - Menschen in Zeiten von Corona auf andere Gedanken bringen, ist laut Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke derzeit die wichtigste Funktion des Fußballs.

Samstag, 06.03.2021, 15:39 Uhr
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund (BVB).
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund (BVB). Foto: David Inderlied

«Das Wichtigste ist, dass der Fußball den Leuten momentan ein bisschen Freude und Abwechslung bringt», sagte der 61-Jährige dem TV-Sender Sky vor dem Topspiel beim FC Bayern. Er sei davon überzeugt, dass die aktuellen Spiele auch sehr viel dazu beitragen, betonte Watzke. Selbst Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) habe ihm versichert, dass er die Geisterspiele mittlerweile unkritisch sehe.

Bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Mai des Vorjahres hatte es heftige Diskussionen um eine Bevorzugung des Fußballs gegeben. Auch angesichts der anhaltenden Reise-Tätigkeit von Profifußballern für Europapokal und Länderspiele wurde darüber debattiert, ob der Fußball im Lockdown das falsche Vorbild abgebe. «Ich glaube, dass die aktuellen Spiele auch sehr viel dazu beitragen, dass die Menschen ein bisschen Abwechslung haben», sagte Watzke.

Es sei wichtig, dass die Menschen dank des Fußballs Dinge hätten, «über die sie auch reden, freuen oder auch daneben mal trauern können», fügte der BVB-Chef hinzu. Andererseits mahnte Watzke auch: «Der Fußball darf sich nicht überhöhen.» Er sei nicht besser als die Gesellschaft. «Wir alleine können auch nicht permanent nur die Vorbildfunktion ausüben, weil bei uns auch wieder Blödsinn gemacht wird ab und zu», erklärte Watzke.

© dpa-infocom, dpa:210306-99-715176/2

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