Sa., 18.08.2018

DFB-Pokal VfB Stuttgart stolpert im Ostseestadion: 0:2 in Rostock

Der Rostocker Mirnes Pepic (r) und VfB-Profi Daniel Didavi im Zweikampf.

Der Rostocker Mirnes Pepic (r) und VfB-Profi Daniel Didavi im Zweikampf. Foto: Bernd Wüstneck

Viertes Pokalspiel in Rostock, vierte Niederlage. Für den VfB Stuttgart gibt es im Ostseestadion nichts zu gewinnen. Der nächste Bundesligist ist raus.

Von dpa

Rostock (dpa) - Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart ist von seinem Angstgegner FC Hansa Rostock erneut aus dem DFB-Pokal geworfen worden. Die Schwaben verloren im Ostseestadion gegen den Drittligisten mit 0:2 (0:1) und mussten damit ihre vierte Pokalniederlage gegen die Mecklenburger einstecken.

Hansa Rostock steht erstmals seit zehn Jahren wieder in der zweiten Runde. Die Stuttgarter waren mit Bedenken an die Küste gereist. Ihr schlechtes Gefühl trog sie nicht. Schon nach acht Minuten gingen die Platzherren in Führung. Der von Erzgebirge Aue in diesem Sommer verpflichtete Cebio Soukou setzte sich gegen Holger Badstuber durch und ließ mit einem Außenristschuss ins lange Eck Torhüter Ron-Robert Zieler keine Chance. Nach einem Konter machte Mittelfeldspieler Mirnes Pepic mit seinem Tor zum 2:0 (84. Minute) den überraschenden Erfolg der Ostseestädter perfekt.

«Es war jedem Spieler klar, dass es eine schwere Aufgabe wird. Wir haben die ersten 20 Minuten ganz schwach gespielt. Es ist total bitter, dass wir im Pokal ausgeschieden sind», sagte VfB-Sportvorstand Michael Reschke geknickt, meinte dann aber kämpferisch: «Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft haben und eine gute Saison spielen werden.»

Viermal haben sich beide Mannschaften seit 1992 in dem Wettbewerb gegenübergestanden: Immer gewannen die Rostocker. «Unglaublich. Das ist kaum zu beschreiben», sagte Torschütze Soukou, der auch die Vorlage zum zweiten Tor gab. «Jeder hat sich in die Bälle geworfen. Es macht einfach nur Bock, wenn sich jeder den Arsch aufreißt.»

Die negativen Erfahrungen der Vergangenheit schienen den VfB in der Anfangsphase zu lähmen. In der Abwehr leistete sich die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut, der vier Neuzugänge aufgeboten hatte, in den ersten Minuten einige Schnitzer.

Die Rostocker sind nach vier Ligaspielen bereits im Rhythmus, den die Stuttgarter eine Woche vor Saisonbeginn noch suchen. Vor allem die beiden Punktspielsiege vor heimischem Publikum schienen dem FC Hansa Selbstbewusstsein verliehen zu haben. Die 24 500 Zuschauer im Stadion unterstützten ihre Mannschaft mit beeindruckender Lautstärke.

Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gäste jedoch besser in die Partie und erarbeiteten sich mehrere Möglichkeiten. Dennis Aogos Distanzschuss (28.) ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Wenig später war erneut Aogo mit einem Freistoß aus spitzem Winkel zur Stelle, doch Torhüter Ioannis Gelios war zur Stelle (40.). Eine gefühlvolle Flanke von Mario Gomez konnte Nicolas Gonzales nicht nutzen und köpfte den Ball am Rostocker Tor vorbei (52.).

Gemessen an Torschüssen, Ballbesitz und gewonnenen Zweikämpfen hätten die Schwaben in Führung gehen müssen. Doch die Hausherren verteidigten den Vorsprung mit Geschick und Leidenschaft. Dem Bundesligisten fehlte es an Konsequenz, Genauigkeit und Spielideen.



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