Pokalduell gegen Düsseldorf
Unruhe auf Schalke: Die Torwartfrage und andere Probleme

Ein Sieg im Pokal-Achtelfinale soll für bessere Stimmung auf Schalke sorgen. Gegner Düsseldorf steht in der Liga-Tabelle allerdings auf Augenhöhe. Klar ist nun, wer das Tor der Königsblauen hütet.

Dienstag, 05.02.2019, 14:09 Uhr
Steht im Pokal gegen Düsseldort im Schalke-Tor: Ralf Fährmann.
Steht im Pokal gegen Düsseldort im Schalke-Tor: Ralf Fährmann. Foto: Bernd Thissen

Gelsenkirchen (dpa) - Eigentlich hat Domenico Tedesco schon genug Sorgen. Vor dem Pokal-Achtelfinale gegen Fortuna Düsseldorf am Mittwoch (20.45/Sky) musste der junge Coach jedoch eine für ihn heikle Frage beantworten.

Wer steht gegen die Fortuna im Tor? Alexander Nübel, U21-Nationalkeeper und Schalkes neue Nummer 1? Oder doch Kapitän und Fanliebling Ralf Fährmann? Den 30-Jährigen hatte Tedesco kürzlich auf die Bank verwiesen, in den kommenden beiden Bundesliga-Partien muss Fährmann aber ins Tor, weil Nübel nach einer Roten Karte beim 0:2 gegen Gladbach gesperrt wurde.

Zunächst hatte sich Tedesco in dieser Frage unentschlossen gezeigt. Am Dienstag stellte er klar: «Ralf Fährmann wird spielen.» Entschieden worden sei dies bereits vor dem Platzverweis gegen Nübel. «Da stehe ich zu meinem Wort», versicherte der Coach. Was allerdings passiert, wenn Fährmann nun dreimal sehr gut spielt und Nübels Sperre vorbei ist, dazu sagte der 33-Jährige Tedesco nichts.

Brisant ist das alles auch, weil es für den Vizemeister in dieser Saison in der Bundesliga nicht rund läuft. Momentan hängt der Verein im Niemandsland der Tabelle fest und den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Mit 22 Punkten haben die Königsblauen genauso viele Zähler gesammelt wie ihr Pokal-Gegner am Mittwoch, Aufsteiger Düsseldorf, auf den Schalke in diesem Wettbewerb zum ersten Mal seit mehr als 35 Jahren trifft. Für beide Clubs ist in der Liga die Abstiegsgefahr längst nicht gebannt.

Neben der Torwartfrage beschäftigen die Königsblauen derzeit vor allem Diskussionen um die Jobsicherheit von Manager Christian Heidel, eine zu ungefährliche Offensive und Verletzungssorgen. Tedesco fehlen derzeit unter anderem die Angreifer Breel Embolo und Steven Skrzybski sowie Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf.

Eine Rückkehr von Mittelstürmer Guido Burgstaller ist auch noch nicht wahrscheinlich. Gegen Düsseldorf könnte zumindest Offensivkraft Amine Harit nach einem Muskelfaserriss wieder zum Kader stoßen. Unsicher ist kurzfristig auch noch der Einsatz von Verteidiger Matija Nastasic, der über Wadenprobleme klagt. Für ihn könnte Wolfsburg-Leihgabe Jeffrey Bruma auflaufen.

Trotz all dem ist der Pokal für die Königsblauen, die im Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City spielen müssen, eine gute Chance, um aus dieser schwierigen Saison noch eine Erfolgsgeschichte zu machen. Laut Tedesco aber nicht die letzte: «Es würde bedeuten, dass wir jetzt in der Liga keine Ambitionen mehr haben, das ist überhaupt nicht der Fall», sagte er.

Für den Einzug seines Teams ins Viertelfinale spricht, dass Düsseldorf seit Mai 1997 nicht mehr auf Schalke gewinnen konnte. Und zumindest Tedesco hat aus den vergangenen vier Liga-Partien, aus denen Schalke sieben Punkte holte, Mut geschöpft. «Grundsätzlich haben wir jetzt eine gute Struktur in der Mannschaft. Wir haben gut gespielt.»

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