DFB-Pokal
Essen schockt Düsseldorf - Mainzer Schützen zeigen Nerven

Rot-Weiss Essen ist als einziger Viertligist durch ein 3:2 gegen Düsseldorf in das Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Den Schützen von Mainz 05 versagten im Elfmeterschießen die Nerven und der VfB Stuttgart entschied das einzige Bundesliga-Duell für sich.

Mittwoch, 23.12.2020, 23:50 Uhr aktualisiert: 23.12.2020, 23:52 Uhr
Stuttgarts Gonzales Castro (r-l), Torschütze Sasa Kalajdzic und Nicolas Gonzales jubeln nach dem Tor zum 1:0, daneben Freiburgs Jonathan Schmid.
Stuttgarts Gonzales Castro (r-l), Torschütze Sasa Kalajdzic und Nicolas Gonzales jubeln nach dem Tor zum 1:0, daneben Freiburgs Jonathan Schmid. Foto: Marijan Murat

Essen (dpa) - Rot-Weiss Essen ist im DFB-Pokal eine Überraschung gelungen. Zum Jahresabschluss bezwang der Fußball-Regionalligist den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf mit 3:2 (2:1) und steht damit zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder im Achtelfinale des Wettbewerbs.

Während die Bundesligisten VfL Wolfsburg, VfB Stuttgart und Werder Bremen sowie Zweitligist Jahn Regensburg in die dritte Runde einzogen, scheiterte der 1. FSV Mainz 05 im Elfmeterschießen mit 0:3 am VfL Bochum. Im einzigen Bundesliga-Duell gewann der VfB Stuttgart mit 1:0 (1:0) gegen den SC Freiburg. Wolfsburg setzte sich daheim souverän mit 4:0 (3:0) gegen den SV Sandhausen durch und Bremen hatte beim 3:0 (2:0)-Auswärtssieg bei Hannover 96 keine Probleme. Der Jahn war im Elfmeterschießen gegen den SV Wehen Wiesbaden nervenstärker und gewann mit 4:2 (0:0).

Die Fortuna, die auch im Viertelfinale der Vorsaison an einem Viertligisten gescheitert war, agierte in Essen überlegen. Allerdings genügte der Mannschaft von Trainer Uwe Rösler ein Doppelpack von Rouwen Hennings (36. Minute/87.), der seinen zweiten Treffer per Strafstoß erzielte, nicht. Simon Engelmann nutzte einen Patzer von Ersatzkeeper Raphael Wolf zum 1:0 für RWE (15.). Noch vor der Pause brachte Marco Kehl-Gomez die Hausherren wieder in Führung (39.) und in der 70. Minute sorgte Oguzhan Kefkir für die Vorentscheidung zugunsten der Essener.

Die unruhigen Tage in Mainz gehen indes weiter. Die Rheinhessen schieden einen Tag nach der Vertragsauflösung von Sportvorstand Rouven Schröder aus, obwohl Bochums Keeper Manuel Riemann in der Verlängerung die Rote Karte sah (95.). Im Elfmeterschießen traf keiner der drei Mainzer Schützen.

In Stuttgart entschied Sasa Kalajdzic das baden-württembergische Derby gegen den SC Freiburg (15.). Die Gäste steigerten sich nach einem fahrigen Beginn, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr. Damit kassierten die Breisgauer nach drei Pflichtspielsiegen nacheinander wieder eine Niederlage, obwohl sie in der Schlussphase einige gute Möglichkeiten hatten.

Weitaus deutlicher gewann der Bundesliga-Vierte Wolfsburg. Yannick Gerhardt (27.), Wout Weghorst (30./90. +1) und Joao Victor (41.) brachten die personell gebeutelten Wölfe auf die Siegerstraße. Beim kriselnden SVS, der chancenlos war, musste unmittelbar vor dem Anpfiff Kapitän Dennis Diekmeier wegen muskulären Problemen passen.

In einem weiteren Duell zwischen einem Erst- und einem Zweitligisten profitierten die favorisierten Bremer von einem Doppelschlag in der ersten Halbzeit. Theodor Gebre Selassie (30.) und Josh Sargent (32.) trafen. Jean-Manuel Mbom machte nach einer Stunde alles klar.

Spannender machte es Regensburg. In der regulären Spielzeit und der Verlängerung waren in der Partie beim Drittligisten Wiesbaden keine Tore gefallen, im Elfmeterschießen verschossen dann Phillip Tietz und Dominik Prokop für die Hausherren.

Bereits am Dienstag hatten die Erstligisten Borussia Dortmund, RB Leipzig, FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach und 1. FC Köln das Weiterkommen geschafft. Aus der 2. Liga sind der SC Paderborn, die SpVgg Greuther Fürth und der SC Darmstadt 98 eine Runde weiter. Komplettiert wird die zweite Runde mit den Partien Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt am 12. Januar und Holstein Kiel gegen Titelverteidiger Bayern München einen Tag später.

Das Pokal-Achtelfinale wird dann am 2. und 3. Februar gespielt. Die Auslosung findet am 3. Januar während der ARD-«Sportschau» statt. Die Lose zieht der frühere Skispringer Sven Hannawald.

© dpa-infocom, dpa:201223-99-802289/6

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