Mi., 29.08.2018

Aufgebot Schulz, Havertz, Kehrer: Drei Debütanten in der DFB-Auswahl

Thilo Kehrer steht erstmals im DFB-Kader.

Thilo Kehrer steht erstmals im DFB-Kader. Foto: Michel Euler

München (dpa) - Nach dem WM-Debakel nominiert Bundestrainer Joachim Löw in Nico Schulz (1899 Hoffenheim), Kai Havertz (Bayer Leverkusen) und Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) drei Neulinge. Sie alle kennen den DFB bereits aus den Nachwuchsmannschaften.

Von dpa

KAI HAVERTZ: Vor knapp zwei Jahren feierte Kai Havertz im Alter von 17 Jahren und 126 Tagen sein Bundesliga-Debüt. Seither hat der mittlerweile 19-Jährige mehr als 50 Einsätze (55 Spiele/7 Tore) für Bayer Leverkusen absolviert - so viele, wie kein anderer in diesem Alter in der Liga-Geschichte. Sein Vereinstrainer Heiko Herrlich lobt ihn als «das größte Talent, das ich seit Toni Kroos gesehen habe.» Bereits lange vor der Nominierung durch Bundestrainer Löw stand fest: Am 9. September, vor dem DFB-Länderspiel gegen Peru in Sinsheim, soll Havertz die Fritz-Walter-Medaille als bester deutscher Nachwuchsspieler erhalten.

NICO SCHULZ: Das DFB-Trikot kennt Nico Schulz bestens. In den U-Teams spielte er von der U15 bis zur U21 quasi immer, nur den Sprung in die A-Nationalmannschaft schaffte er bislang nicht. Mit 25 Jahren folgt für den dynamischen und offensivstarken Linksverteidiger nun Höhepunkt auf Höhepunkt: Mit 1899 Hoffenheim spielt Schulz ab  September in der Champions League, große Gegner wie Real Madrid oder Juventus Turin winken. Dazu die Chance im Nationalteam, wo der gebürtige Berliner ausgerechnet im Heimstadion Premiere feiern könnte. Falls Schulz beim Nations-League-Auftakt gegen Frankreich in München nicht spielt, ist für ihn das Debüt gegen Peru in Sinsheim möglich. In Nagelsmanns TSG-Elf ist der Außenspieler längst gesetzt.

THILO KEHRER: Wie schon Manuel Neuer, Joel Matip oder Leroy Sané schaffte auch Thilo Kehrer beim FC Schalke 04 den Sprung aus der eigenen Nachwuchsabteilung in den Profikader. Der U21-Europameister ist in der Defensive flexibel einsetzbar. Er wird zwar häufig in der Innenverteidigung eingesetzt, kann aber auch im defensiven Mittelfeld oder als Außenverteidiger spielen. Erst Mitte August war der 21-jährige zu dem von Thomas Tuchel trainierten französischen Spitzenclub Paris Saint-Germain gewechselt. Mit 37 Millionen Euro Ablöse ist sein Wechsel das zweitteuerste Transfergeschäft in der Geschichte von Schalke 04.



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