Junioren-Nationalmannschaften
Deutsche U19 verpasst EM-Ticket - U17 darf noch hoffen

Das Jahr 2019 beginnt für den deutschen Fußball-Nachwuchs unbefriedigend. Die U17 vergibt die Chance auf den Gruppensieg in der EM-Qualifikation, darf aber noch hoffen. Die U19 verpasst das Ticket für den Saisonhöhepunkt - wieder gegen denselben Gegner.

Dienstag, 26.03.2019, 20:11 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 20:14 Uhr
Deutschlands Trainer Guido Streichsbier gestikuliert an der Seitenlinie. Foto (Archiv): Marijan Murat
Deutschlands Trainer Guido Streichsbier gestikuliert an der Seitenlinie. Foto (Archiv): Marijan Murat Foto: Marijan Murat

Dugopolje (dpa) - Der deutsche Fußball-Nachwuchs muss zum Start in das Länderspieljahr gleich zwei Enttäuschungen verkraften.

Die U19 muss zum zweiten Mal nacheinander bei einer EM zuschauen, die U17 verpasste den Gruppensieg in der Qualifikation. Als Zweiter darf sie aber wenigstens noch auf die EM-Teilnahme hoffen.

Die U19-Auswahl von Trainer Guido Streichsbier gewann in Dugopolje in Kroatien zwar mit 3:0 (1:0) gegen Ungarn, doch es reichte in der Tabelle nur zu Platz zwei hinter Norwegen. «Die Enttäuschung ist sehr groß», sagte Streichsbier. «Wir hatten es seit Samstag nicht mehr in der eigenen Hand und mussten uns innerlich schon darauf vorbereiten, dass es so kommt.»

Norwegen siegte gegen Kroatien mit 3:2 und löste als Gruppenerster das EM-Ticket. «Die Qualität der anderen Nationen steigt, daher geht es um Details - und daran sind wir schlussendlich gescheitert», urteilte Streichsbier. Schon vor einem Jahr hatte die damalige deutsche U19 gegen die Norweger das EM-Ticket verpasst, die nun bei der EM-Endrunde vom 14. bis 27. Juli in Armenien starten dürfen.

Der Wolfsburger John Yeboah Zamora (34./53. Minute) und sein Clubkollege Charles-Jesaja Herrmann (90.+4) erzielten die Tore beim Sieg des deutschen Teams zum Abschluss der EM-Qualifikation.

Die deutsche U17 bejubelte am Dienstag in Pirmasens dank des Berliners Luca Netz (77.) ein 1:0 (0:0) gegen Slowenien. Mit fünf Punkten sicherte sich das Team Rang zwei hinter Island, das das EM-Ticket buchte. Die sieben besten der acht Gruppenzweiten dürfen zur Endrunde nach Irland (3. bis 19. Mai 2019).

Im Vergleich mit den anderen Gruppenzweiten gelangen ausschließlich die Ergebnisse gegen den jeweils Gruppenersten und -dritten in die Wertung, das Ergebnis gegen den Vierten wird gestrichen. Damit zählen nur die beiden Unentschieden gegen Weißrussland (1:1) und Island (3:3). Ob das reicht, entscheidet sich in den kommenden Tagen.

«Es ist erst einmal zufriedenstellend, dass wir die Drucksituation gemeistert und einen verdienten Sieg eingefahren haben. Allerdings hatten wir genügend Chancen, um das Spiel frühzeitiger zu unseren Gunsten zu entscheiden», sagte Trainer Michael Feichtenbeiner. «Schade ist, dass wir uns nun noch ein paar Tage gedulden und die Abschlusstabellen in den weiteren EM-Qualifikationsgruppen abwarten müssen, ob wir als einer der sieben besten Gruppenzweiten das EM-Ticket gelöst haben.»

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