Fr., 26.02.2016

Fußball: Europa League Böses Erwachen für Schalke

Das 0:2: Facundo Ferreyra überwindet Schalkes Tormann Ralf Fälrmann, Joel Matip hatte zuvor „gepatzt“.

Das 0:2: Facundo Ferreyra überwindet Schalkes Tormann Ralf Fälrmann, Joel Matip hatte zuvor „gepatzt“. Foto: Witters

Gelsenkirchen - 

Der FC Schalke 04 ist durch die 0:3-Heimniederlage gegen Schachtjor Donezk aus der Europa League bereits in der ersten K.o.-Partie ausgeschieden.

Von Michael Schulte

Der FC Schalke 04 ist um eine große Enttäuschung reicher. Aber er hätte sehr gerne darauf verzichtet. Gegen Schachtjor Donezk unterlag das Team von André Breitenreiter gestern Abend mit 0:3 (0:1) und verabschiedete sich (nach dem 0:0 aus dem Hinspiel vor einer Woche) damit sang- und klanglos aus der Europa League.

„Das 0:0 aus dem Hinspiel ist ein gefährliches Ergebnis. Wir müssen von Beginn an hellwach sein und dürfen gerade in der Defensive keine Fehler machen.“ So Breitenreiter vor dem Spiel, und da konnte ihm niemand widersprechen. Schade nur, dass Joel Matip da offensichtlich nicht richtig zugehört hatte. Schalkes Abwehrchef, der nach dieser Spielzeit zum FC Liverpool wechseln wird, leistete sich zwei ganz böse Schnitzer, die dem Gast aus der Ukraine den Sieg erst ermöglichte.

Die Schalker begannen sehr konzentriert hinten und engagiert nach vorne. Und nach drei Minuten hatten die rund 45 308 Besucher bereits den Torschrei auf den Lippen, aber der Freistoß von Johannes Geis klatschte nur an den Innenpfosten. Wenig später war es Belhanda, der mit einem Fernschuss kein Glück hatte. Die Gäste schienen in dieser Phase instabil, konnten das Manko dann aber rasch abstellen. Zudem kamen sie auch im Angriff besser zurecht und wurden nach 27 Minuten mit dem überraschenden Führungstreffer belohnt. Matip hatte einen Zweikampf in der Vorwärtsbewegung verloren, den Freiraum hinter ihm nutzte Viktor Kovalenko zum Sturmlauf, und über Facundo Ferreyra kam der Ball zu Mairos – der Brasilianer versenkte das Leder mit der Hacke.

Schalke war angeknockt und erfuhr den K.o. nach 63 Minuten, als Matip dieses Mal im Strafraum das Leder verlor und Ferreyra einschob. Spätestens jetzt war alle Hoffnung passé, das 0:3 durch Kovalenko in der 77. Minute spielte da schon fast keine Rolle mehr.

Nachdem die Schalker im DFB-Pokal bereits auch ausgeschieden sind, dürfen sie sich jetzt ganz auf die Bundesliga konzentrieren. „Europa adé“ – das war gestern eine bittere Erfahrung. Und selbst die eingefleischten Schalke-Fans konnten dem Geschehen auf dem Rasen nichts mehr abgewinnen. Sie gingen. Und sie können nur hoffen, dass es auf nationaler Ebene irgendwie besser wird. Der gestrige Abend gab dazu aber wenig Anlass zur Hoffnung.



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