Fußball: Bundesliga
Schalke 04 weiter im freien Fall

Bremen -

Der FC Schalke 04 und sein stark in der Kritik stehender Trainer Domenico Tedesco geraten immer tiefer in die Krise. Der abstiegsbedrohte Vizemeister verlor am Freitag bei Werder Bremen mit 2:4 (1:1) und bleibt auch im siebten Ligaspiel nacheinander ohne Erfolg.

Freitag, 08.03.2019, 23:28 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 23:48 Uhr
Welch Leid: Schalkes Weston McKennie kämpft mit den Tränen.
Welch Leid: Schalkes Weston McKennie kämpft mit den Tränen. Foto: dpa

Eine gute erste Halbzeit und ein Aufbäumen in der Schlussphase reichte dem FC Schalke 04 nicht, um eine Trendwende herbeizuführen. Trotz einer mutigen und gegenüber dem Düsseldorf-Spiel stark verbesserten Leistung setzte es am Freitagabend eine 2:4 (1:1)-Niederlage bei Werder Bremen, womit sich die Knappen weiter im freien Fall befinden. Werder blieb auch im siebten Spiel in Serie unbesiegt und kam seinem großen Ziel Europa League einen Schritt näher. Schalke ging in der 26. Minute durch Breel Embolo in Führung, doch Milot Rashica (31./73.) und der überragende Max Kruse (51./Foulelfmeter) wendeten mit ihren Treffern das Blatt zugunsten der Bremer. Schalke verkürzte in der 85. Minute erneut durch Embolo auf 2:3, doch in der Nachspielzeit traf Martin Harnik zum verdienten 4:2-Sieg der Bremer.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco hatte seine Ankündigung wahr gemacht, und seine Startformation nach dem 0:4-Debakel gegen Fortuna Düsseldorf gleich auf vier Positionen verändert. Für die aus dem Kader gestrichenen Mark Uth, Hamza Mendyl und Amine Harit sowie den auf die Bank verbannten Salif Sane rückten Weston McKennie, Bastian Oczipka, Breel Embolo und Steven Skrzybski in die Startformation.

Die Rundumerneuerung tat dem Schalker Spiel gut. Nach der Bremer Anfangsoffensive, in der Maximilian Eggestein knapp am Tor vorbeizielte (5.), ließ Schalkes Antwort kaum eine Minute auf sich warten. Nach einem Ballverlust von Ludwig Augustinsson zog Embolo am rechten Flügel davon, flankte flach nach innen, so dass Guido Burgstaller aus kurzer Distanz zum Schuss kam.

Schalke blieb am Drücker und erspielte sich weitere Chancen. Oft geschah das über die rechte Außenbahn. Dort sorgte Embolo für mächtig Alarm in der Bremer Abwehr, die reichlich zu tun hatte, das Remis zu verteidigen. Die Knappen begannen sich den Führungstreffer zu verdienen. Er fiel dann auch in der 26. Minute. McKennie verlängerte den Ball in den Lauf zu Embolo, der zum 1:0 einschoss.

Schalke war bis dahin die bessere Mannschaft. Umso überraschender fiel in der 31. Minute der Ausgleich. Nach Doppelpass mit Davy Klaassen brachte Max Kruse den Ball nach innen, und aus gut 15 Metern traf Milot Rashica zum 1:1. Werder kam nun stärker auf und hatte Pech, als Philipp Bargfrede in der 44. Minute nur knapp am Tor vorbeizielte. Das 1:1 zur Pause ging in einem über weite Strecken packenden Spiel in Ordnung.

Das sollte in der zweiten Halbzeit in puncto Tempo und Klasse eine weitere Steigerung erfahren. Werders Führungstreffer in der 51. Minute fiel nach einem Videobeweis. Oczipka war Kruse im 16er in die Hacken gelaufen, es gab Strafstoß für Werder. Kruse traf zum 2:1.

Die Knappen wehrten sich, doch Werder war unwiderstehlich und spielte sich in einen Rausch. Die Vorentscheidung fiel in der 73. Minute, als Rashica aus 14 Metern zum 3:1 traf. Embolos Anschlusstreffer (85.) kam zu spät. In der Nachspielzeit traf Harnik zum 4:2.

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