Fußball: Bundesliga
Schubert ersetzt gesperrten Schalke-Keeper Nübel für vier Spiele

Gelsenkirchen -

Mit den vier Spielen Sperre kam Alexander Nübel gut davon. Nach seinem üblen Tritt gegen Mijat Gacinovic (Eintracht Frankfurt) muss der Keeper des FC Schalke 04 für vier Partien zusehen. Sorgen macht das Königsblau aber nicht. Denn als Ersatz steht Markus Schubert parat.

Dienstag, 17.12.2019, 18:28 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 18:52 Uhr
Nach seinem Bundes
Nach seinem Bundes Foto: Imago

Vier Spiele hat Torhüter Alexander Nübel (FC Schalke 04) vom DFB-Sportgericht als Sperre aufgebrummt bekommen wegen seines Fouls am Frankfurter Mijat Gacinovic. Beim 1:0-Erfolg der Knappen zuletzt gegen Eintracht Frankfurt war der Keeper weit aus seinem Tor herausgestürmt, wollte den Ball spielen, traf aber den heraneilenden Frankfurter mit offener Sohle böse im Brustbereich. Er steht seinem Team damit auch für das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am Mittwochabend (20.30 Uhr) nicht zur Verfügung. Markus Schubert, vor der Saison von Dynamo Dresden als Hochtalentierter und Nübel-Backup verpflichtete U-21-Nationaltorhüter, wird seine zweite Chance bekommen, nachdem er die erste am Sonntagabend schon genutzt hatte. „Er hat das gut gemacht, das war eine ganz reife Leistung. Es gibt ja nichts Ekligeres für einen Torwart, als kalt von der Bank reinzukommen“, sagte Trainer David Wagner. Jede Aktion des 21-jährigen Debütanten wurde frenetisch vom Publikum gefeiert. „Das gab extrem viel Kraft, und ich hatte extrem viel Spaß“, sagte Schubert – und hielt das zu null.

Sorgen bereitet der Stammkeeper-Ausfall den Schalkern also nicht, dafür liegt die Defensive brach danieder. Allzweckwaffe und Aushilfsverteidiger Weston McKennie (eine OP steht nicht an) kugelte sich gegen Frankfurt im Zweikampf mit Eintracht-Stürmer Bas Dost die Schulter aus – nach Matija Nastasic, Salif Sané und Benjamin Stambouli ist nun der vierte Innenverteidiger auf der Krankenliste. Bleibt noch Bastian Oczipka, der nach dem McKennie-Ausfall in die Zentrale rückte. Der 30-jährige Flügelmann wird auch in Wolfsburg neben Ozan Kabak spielen, kündigte Wagner bereits an.

„Das war ein verrückter Tag“, resümierte der Coach nach Rot für Nübel, McKennies Aus und der Verletzung von Stürmer Ahmed Kutucu schon beim Warmmachen. Ob er überhaupt einen ausreichenden Kader für die englische Woche parat habe, wurde der Trainer gefragt. „Nein, aber eine Menge Enthusiasmus. Wir gehen die Aufgaben an, um Lösungen zu finden“, betonte der Coach nach dem Sieg gegen Frankfurt. „Wir haben jedenfalls allen Grund, total frei ins Spiel gegen Wolfsburg zu gehen.“ S04 hat als Tabellenvierter nach dem 15. Spieltag bereits fast so viele Punkte gesammelt (28) wie in der Vorsaison zusammen (33). Und während es in der Abwehr eng wird, verspricht die Angriffsreihe mit Amine Harit (sechs Tore) und Benito Raman (vier Tore in den vergangenen vier Spielen) vieles kompensieren zu können. Der VfL, zuletzt 2:1-Sieger gegen Mönchengladbach und diesmal ohne den verletzten Admir Mehmedi, ist jedenfalls schon darauf eingestellt: Gegen Schalke erwartet Trainer Oliver Glasner „einen richtig intensiven Schlagabtausch.“

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