Fr., 20.05.2016

Wahl zu Münsters Fußballer des Jahres Lion Schweers: „Mein Weg war ungewöhnlich“

Überraschend konstant: Lion Schweers (v.)

Überraschend konstant: Lion Schweers (v.) Foto: PP

Münster - 

Elf Anwärter auf den Titel Münsters Fußballer des Jahres sind nominiert. Wir stellen in diesen Tagen jeden einzelnen mit einem Kurzinterview vor. Alle haben dabei auch die Chance, in aller Bescheidenheit für sich zu werben. Diesmal geht es um einen echten Profi: Lion Schweers, Abwehrtalent der Preußen.

Von Thomas Rellmann

Eigentlich war die Premierensaison bei den Senioren für Lion Schweers als Lehrjahr vorgesehen. Und die erste Halbserie verlief für den Dortmunder, der aus der eigenen Jugend in den Profikader des SC Preußen aufgerückt war, auch unter diesem Motto. Kein Einsatz in der 3. Liga, Praxis in der U 23. Dann aber kam der Trainerwechsel, Horst Steffen für Ralf Loose. Kurz vor dem ersten Rückrundenspiel verletzte sich Vizekapitän Marc Heitmeier. Also sprang der 19-jährige Innenverteidiger ein – und machte seine Sache so gut, dass er 14 weitere Partien (ein Tor) absolvierte und dabei stets überzeugte. Keine Frage, Schweers ist derzeit der SCP-Shootingstar 2016.

Skizzieren Sie doch kurz Ihre sportlichen Stärken und Schwächen.

Schweers: Ich bin gut im Zweikampfverhalten, Kopfball, Passspiel, dazu ruhig an der Kugel. Flugbälle und Pässe in die Tiefe klappen gut, Tore kann ich auch mal machen. Woran ich derzeit ganz intensiv arbeite, ist allerdings mein linker Fuß. Da ist noch viel Luft nach oben.

Was war Ihr Highlight in der laufenden Saison?

Schweers: Ganz klar mein erstes Drittliga-Spiel. Wir haben 2:0 zu Hause gegen RW Erfurt gewonnen. Ich habe meine Chancen bekommen, wir haben zu Null gespielt – alles perfekt.

Zum Thema

>>  Hier geht es zur Wahl von Münsters Fußballer des Jahres 2016.

Haben Sie im Training einen Mitspieler, den Sie am liebsten tunneln?

Schweers: Im Kreis zu Beginn der Einheiten kommt das schon mal öfter vor, dass wir versuchen einen durchzustecken. Das kostet dann auch eine Strafe in die Mannschaftskasse. Aber wen es da trifft, ist eigentlich ziemlich ausgewogen.

Was würden Sie mit der Prämie machen?

Schweers: Ich bin eigentlich sehr sparsam und werfe mein Geld nicht aus dem Fenster. Aber meine Familie und meine besten Freunde würde ich schon mal zum Essen einladen.

Ultimativer letzter Aufruf: Warum sollten unsere User für Sie klicken?

Schweers: Weil ich einen ungewöhnlichen Weg gegangen bin, bis vor vier Jahren beim TSC Eintracht Dortmund in der Landesliga gespielt habe und nie in der höchsten Junioren-Klasse oder in einer Auswahl. Das lief alles etwas unorthodox, aber ich habe mich festgebissen und könnte ein Vorbild für andere sein.



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