Fr., 18.05.2018

Wahl zum Fußballer des Jahres Henry Hupe: „Nächstes Jahr steigen wir dann auf“

Freut sich: Henry Hupe

Freut sich: Henry Hupe Foto: Mario Lacroix

Münster - 

2002 war ein erfolgreiches, aber zugleich bitteres Jahr für Bayer Leverkusen. Zweiter in der Bundesliga, dazu die Finals im DFB-Pokal und in der Champions League verloren. Der wenig schmeichelhafte Titel „Vizekusen“ machte schnell die Runde. In der noch laufenden Saison knüpft Borussia Münster an Bayers Vergangenheit an, bei den Hallen-Stadtmeisterschaften sowie in der Kreisliga A gab es „nur“ zweite Plätze. Doch Henry Hupe ist alles andere als unzufrieden, der 20-jährige Lehramtsstudent (Mathematik und Sport) blickt ausschließlich positiv auf das Erreichte – zumal der Innenverteidiger mit starken Leistungen an Borussias Abschneiden maßgeblichen Anteil hat.

Seit Donnerstag steht fest, dass Borussia hinter der SG Telgte Zweiter in der A-Liga wird. Wie groß ist die Enttäuschung?

Hupe: Die ist gar nicht einmal so groß. Die Saison ist für uns super gelaufen. Nicht nur von den Ergebnisse her, sondern auch die Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Nächstes Jahr steigen wir dann auf.

Nicht nur bei den Hallen-Stadtmeisterschaften fiel auf, dass die Chemie im Team stimmt. Woran liegt das?

Hupe: Wir haben eine sehr junge Mannschaft, auch wenn nun ein paar Ältere wie Pascal Koopmann oder Dennis Paul dazugekommen sind. Wir haben alle die gleichen Interessen und machen auch viel außerhalb des Platzes zusammen. Die Stimmung ist einfach gut.

Sie sind Ur-Borusse, liefen schon als Minikicker an der Grevingstraße auf und sind nach sieben Jahren bei Preußen Münster zurück zur Borussia gegangen. Ein Rückschritt?

Hupe: Ich hatte eigentlich schon für Preußens U 23 zugesagt. Aber ich hatte nach zwei Operationen Probleme mit dem Knie, wollte den Umfang und Aufwand etwas herunterfahren. Da ich nebenbei meine B-Lizenz als Trainer in Kaiserau mache und Borussias U 14 trainiere, geht schon viel Zeit drauf. Für nächstes Jahr habe ich Borussia zugesagt, weil es passt. Das heißt jedoch nicht, dass ich für immer hier bleibe. Die Frage stellt sich, wenn Angebote von höherklassigen Vereinen kommen. Aber momentan fühle ich mich bei Borussia richtig wohl.

Auch weil Sie nun in der Innenverteidigung Ihre Position gefunden haben?

Hupe: In der Hinrunde habe ich auch mal auf der Sechs gespielt, dort im Zentrum habe ich auch sehr gerne gespielt. In der kompletten Rückrunde ging es dann eine Position zurück, das passt momentan sehr gut.

Platz zwei in der Liga, Platz zwei in der Halle. Und bei der Wahl zu Münsters Fußballer des Jahres?

Hupe: Erstmal bin ich sehr stolz, dass ich dabei bin. Aber ich habe auch schon in der Kabine gesagt, dass es jeder andere von uns hätte sein können. Aber klar freue ich mich, dass ich es geworden bin. Da das Hauptziel Aufstieg nicht geklappt hat, wäre ein Sieg ein schönes Trostpflaster. Mal sehen, ob es klappt.



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