Di., 22.05.2018

Wahl zum Fußballer des Jahres Thorsten Schümann: „Morgens früh raus, abends spät ins Bett“

Freut sich: Thorsten Schürmann

Freut sich: Thorsten Schürmann Foto: : Mario Lacroix

Münster - 

Er ist staatlich geprüfter Agrar-Betriebswirt, studiert Landwirtschaft im zweiten Semester in Osnabrück. Irgendwann will er den elterlichen Hof in der Bauerschaft Fuestrup bei Greven übernehmen. Über Arbeit kann sich Thorsten Schürmann von GW Gelmer wahrlich nicht beschweren. Dass der Innenverteidiger da noch Zeit für den Fußball hat, grenzt an ein Wunder.

Von André Fischer

Thorsten, es hört sich an, als seinen Sie auf dem Hof. Was geht?

Schürmann: Ich habe gut zu tun. Die Schweine müssen versorgt, das Land bestellt werden. Es ist bald Erntezeit. Ich packe zu Hause immer mit an. Da bin ich so reingewachsen. Morgens früh raus, abends spät ins Bett, das ist bei uns auf dem Land so.

Seit wann sind Sie wach?

Schürmann: Um 5.30 Uhr beginnt mein Tag. Um 6 Uhr stehe ich dann erstmal am Kaffeeautomaten, um in Gang zu kommen. Und dann kümmere ich mich um die Tiere und alles andere. Ach ja, und studieren muss ich auch noch.

Und abends kicken?

Schürmann: Klar, das gehört zum Pflichtprogramm. Der Sportplatz liegt zwei Kilometer vom Hof entfernt. Da kann ich mit dem Trecker hinfahren.

Die WM steht vor der Tür. Können Sie die Spiele der Deutschen bei so viel Arbeit überhaupt sehen?

Schürmann: Die Zeit werde ich mir schon nehmen. Dann müssen die Schweine mal zwei Stunden warten. Eine WM ist immer etwas Besonderes. Ich versuche mir schon jetzt Freiräume zu schaffen.

Hat Sie die Nominierung überrascht?

Schürmann: Total. Damit habe ich so ganz und gar nicht gerechnet. Ich bin Abwehrspieler. Eigentlich werden meist Spieler vorgeschlagen, die viele Tore schießen und ständig in der Zeitung stehen. Das trifft bei mir ja weniger zu.



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