Wahl zu Münsters Fußballer des Jahres
Jan-Hendrik Möller: „Ich gebe zu, es läuft ganz gut“

Münster -

98 Tore hat die zweite Mannschaft von Grün-Weiß Amelsbüren bislang in der Kreisliga C 4 erzielt – und davon gehen satte 45 auf das Konto von Jan-Hendrik Möller. Der 1,93 Meter große Stürmer weiß augenscheinlich, wo die Bude steht – und gehört unter anderem deshalb zu den Nominierten.

Donnerstag, 09.05.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 15:24 Uhr
Nominiert: Jan-Hendrik Möller
Nominiert: Jan-Hendrik Möller Foto: Lewandowski

Jan-Hendrik Möller hat schon zweimal die 11-Flemmer-Sause miterlebt. Als Teamkollege der Nominierten Enno Stemmerich (Sieger im Premierenjahr 2014) und Torben Bucksteeg von BW Aasee. Mit den Jungs stieg er 2016 in die Bezirksliga auf. Das verbindet.

Dass er es nun selbst auf den Wahlzettel geschafft hat – ja, das hat er sich höchstpersönlich eingebrockt. 45 Tore hat der 1,93 Meter große Stürmer für den C-Ligisten GW Amelsbüren II erzielt – krass. Keiner im Kreis war erfolgreicher vor dem Kasten. „Ich gebe zu: Es läuft ganz gut“, sagt der 26-Jährige mit einem Lächeln auf den Lippen. Mit dem Kopf oder mit dem rechten Schlappen macht er die Dinger vorzugsweise weg. Mit links ab und zu. „Nur wenn der Ball direkt vor dem Tor liegt. Sonst kann es passieren, dass ich die Eckfahne treffe“, gibt er preis.

Interessant: Möller versucht die beiden Trainingseinheiten in der Woche immer mitzunehmen – kommt aber in der Regel aus beruflichen Gründen erst verspätet. Seit einem Jahr ist er selbstständig, hat in Hiltrup ein Fitnessstudio eröffnet. Nicht selten erscheint er erst zum Abschlussspiel oder, wie er mit einem Zwinkern versichert: zur dritten Halbzeit. Die Jungs nehmen im das nicht übel. Warum auch: Möller trifft doch am laufenden Band.

Der Stürmer hat bei Union Meppen seine ersten Gehversuche gemacht. Ein original „Emsköppken“ sozusagen. Mit den Senioren stieg er dort einst wie später mit Blau-Weiß Aasee in die Bezirksliga auf. Seine größten Erfolge. Apropos Aufstieg: Abgeschrieben hat den die Reserve aus Amelsbüren noch nicht. Drei Spieltage vor Ultimo ist der Relegationsplatz nur drei Punkte entfernt. Alles drin.

In seinem Studio ist er unter der Woche bereits auf seine Nominierung angesprochen worden. „Ganz nett“, sagt er in aller Bescheidenheit. Und fügt hinzu: „Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ein C-Liga-Kicker gewinnt.“ So ist er eben, der Vollblutangreifer - der eiskalt vor dem Tor ist. Aber, wie er sagt, technisch Luft nach oben hat. Den dreifachen Übersteiger scheut er. „Ich bin kein Jadon Sancho. Vielleicht eher ein Thomas Müller.“ Der Bazi ist für seine eher unorthodoxe, aber erfolgreiche Spielweise bekannt. Gibt schlechtere.

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