Wahl zum Fußballer des Jahres
Nils Burchardt: „Jeder musste sich im Training reinhauen“

Münster -

Einige Anläufe hatte der SC Preußen Münster II in der Vergangenheit genommen, um in die Oberliga aufzusteigen. Nun hat es endlich geklappt – dank einer homogenen Einheit, in der Nils Burchardt ein ganz wichtiger Pfeiler ist. Nun gehört er zu den Nominierten bei der Wahl zum Fußballer des Jahres.

Mittwoch, 15.05.2019, 15:48 Uhr aktualisiert: 17.05.2019, 14:02 Uhr
Nominiert: Preußens Nils Burchardt
Nominiert: Preußens Nils Burchardt Foto: fotoideen.com

Als der Aufstieg des SC Preußen Münster II in die Oberliga am vergangenen Sonntag perfekt war, brachen alle Dämme. Nils Burchardt raste auf Trainer Sören Weinfurtner und riss ihn im Freudentaumel um, der Rest der Mannschaft flog sukzessive hinterher und formte eine formidable Jubeltraube – und aus der kroch Burchardt etwas lädiert heraus. Ein Schürfwunde an der Stirn ist sein temporäres Andenken an die Krönung der Saison. „Ja, das Jubeln hat Spuren mit sich gebracht. Aber es hat riesigen Spaß gemacht, gerade im Stadion aufzusteigen“, sagte Burchardt.

Nachhaltige Spuren hat der 22-Jährige nicht erst in dieser Spielzeit hinterlassen. Seit zwei Jahren gehört er zu den Leistungsträger, wurde im vergangenen Sommer gemeinsam mit Marius Mause zum Kapitän von Preußens Nachwuchstruppe. „Da ich aber Anfang der Saison oft bei den Profis trainiert habe und nicht immer beim Team war, hat im Spiel Marius die Binde getragen. Und das ist so geblieben. Das ist kein Problem, wir beide verstehen uns auch privat super“, meint Burchardt.

Apropos Profis: Auch für die Vorbereitung auf die kommende Saison kam von Sportchef Malte Metzelder das Angebot, im Drittliga-Kader mitzuwirken. Ein Zeichen der Wertschätzung. Doch dieses Kapitel hat der BWL-Student abgehakt, das im Wintersemester beginnende Master-Studium hat Vorrang. „Aber ich will mithelfen, dass wir in der Oberliga eine gute Rolle spielen. Das habe ich Malte auch so gesagt“, erklärt Burchardt, der dann auch wieder als wissenschaftliche Hilfskraft an einem Lehrstuhl arbeiten wird.

Als einen Grund für die so erfolgreiche Saison führt Burchardt die Homogenität des Kaders an. „In den vergangenen beiden Jahren waren wir in der Breite und Tiefe nicht so gut besetzt wie diesmal. Jeder musste sich im Training reinhauen, jeder hat seinen Beitrag geleistet“, sagt der Teilzeitkapitän, der sich auch nach dem Verheilen der Schürfwunde immer an die Aufstiegssaison erinnern wird. Und vielleicht gibt es ja zusätzlich ein weiteres, dann bleibendes Andenken: den Sieg bei der Wahl zu Münsters Fußballer des Jahres.

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