Wahl zum Fußballer des Jahres
Lars Finkelmann – Hiltruper durch und durch

Münster -

Er ist Hiltruper durch und durch: Lars Finkelmann ist beim TuS groß geworden. Und er sieht seine Zukunft bei seinem Heimatverein. Auf den kommenden Umbruch freut er sich.

Montag, 20.05.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 20.05.2019, 20:50 Uhr
Nominiert: Hiltrups Lars Finkelmann
Nominiert: Hiltrups Lars Finkelmann Foto: Wilfried Hiegemann

Er ist in Hiltrup geboren und unweit vom Osttor aufgewachsen. Was liegt näher, als beim TuS anzuheuern. „Das ist mein Verein“, gesteht Lars Finkelmann. Der 22-jährige Defensivspezialist des Westfalenligisten spielt seine dritte Saison im Seniorenbereich und ist kaum mehr wegzudenken. Verlockungen, den Club zu verlassen, erlag er nie. „Es gab auch keine“, sagt er ehrlich. Möglich also, dass er seine steile Karriere irgendwann in ferner Zukunft an dem Ort beendet, wo sie einst begann. Bodenständiger geht kaum.

Von seiner Nominierung erfuhr er durch seine Eltern. Die schickten ihm eine Bildnachricht des Artikels aus der Zeitung aufs Handy. Früh am Morgen – Finkelmann hat eine eigene Bude und drehte sich gerade noch einmal um. „Ich war überrascht. Das hatte ich nicht auf der Rechnung“, gesteht er.

Andere Dinge schon. Der Flemmer hat einen Beruf, in dem er mit Zahlen jonglieren muss: Finanzbeamter. „Spannend ist das“, sagt er. Kein Wunder also, dass er im Team die Kasse hegt und pflegt, Gelder eintreibt und sie denn auch verwaltet.

Sofern Finkelmann mal nicht auf dem Fußballfeld zu finden ist, trifft er sich mit Freunden. Oder fährt Ski. „Zweimal im Jahr“, erzählt er. Sölden ist immer dabei. Wichtig: „Ich muss mich im Urlaub bewegen.“ Einfach nur am Strand rumliegen und in der Sonne brutzeln ist so gar nichts für ihn. Im Sommer zieht es ihn mit seinem Vater für eine Woche in die Berge zum Radfahren.

Vielleicht mit dem Titel im Gepäck. Der „Hammer“ wäre das. „Dann würde ich das eine oder andere Fass Bier schmeißen müssen.“ Aber, und das sagt er mit der nötigen Zurückhaltung: „Es ist schon eine Ehre, unter den elf Nominierten zu sein.“

Es wäre zumindest einer seiner bislang größten Erfolge. Mit den A-Junioren stieg er mal in die Landesliga auf – um ein Jahr später wieder in den sauren Apfel beißen zu müssen. Abstieg. Abwarten, was noch kommt. In Hiltrup steht ein Umbruch an. Finkelmann freut sich drauf. Er ist Teil der großen TuS-Familie – und will es bleiben.

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