Fr., 05.05.2017

Handball: Bezirksliga Ende des Abenteuers

Hände hoch? Von wegen! Mit einem Sieg wollen sich die Handballfreunde in Richtung Kreisliga verabschieden.

Hände hoch? Von wegen! Mit einem Sieg wollen sich die Handballfreunde in Richtung Kreisliga verabschieden. Foto: Heidrun Riese

Greven - 

Zu einer interessanten Begegnung kommt es im vorerst letzten Bezirksliga-Heimspiel der Handballfreunde Reckenfeld/Greven 05. Mit der DJK Eintracht Hiltrup gastiert am Samstagabend (Anwurf: 18 Uhr) nämlich Martin Halfmann, der zukünftige Trainer des HF-Teams, in der Emssporthalle und gibt sich praktisch mit Rainer Nowack, der zum letzten Mal als Trainer der 05er vor eigenem Publikum an der Seitenlinie steht, die Klinke in die Hand.

Von Heidrun Riese

Es wird sicherlich alles andere als ein Schaulaufen sein, was die Zuschauer erwartet. Während für die Hausherren, die mit 20:28 Punkten auf dem neunten Rang stehen, der direkte Wiederabstieg in die Kreisliga bereits besiegelt ist, geht es für die Gäste noch um den Klassenerhalt. Derzeit liegt Hiltrup als Sechstplatzierter mit 28:20 Punkten noch im Soll - aber der SV Adler Münster sitzt dem DJK-Team mit einem Rückstand von nur einem Punkt im Nacken. Um am letzten Spieltag nicht in Bedrängnis zu geraten, werden sich die Münsteraner am Samstagabend sicherlich ins Zeug legen.

In der Hinrunde, als sie mit 33:36 (14:20) unterlagen, brauchten die 05er etwa 20 Minuten, um ins Spiel zu finden. Am nötigen Einsatz mangelte es damals nicht. „Wir haben über Kampf versucht, den Anschluss nicht zu verlieren, was uns aber nicht so gut gelungen ist“, berichtete Nowack nach dem Auswärtsspiel im Dezember. Einfache taktische Mittel und unbedingter Wille brachten schließlich den Erfolg und es gelang ihnen auch besser, das Tempospiel der Hiltruper zu unterbinden - die Paradedisziplin der Mannschaft, zu der vor allem junge, schnelle Spieler gehören. Allerdings reichte es am Ende nicht für einen Sieg.

Um beim zweiten Aufeinandertreffen am Ende besser abzuschneiden, sollte das HF-Team am Samstagabend also möglichst von Beginn an abliefern. „Wir müssen alles abrufen“, fordert der Trainer vollen Einsatz. Schließlich geht es für die 05er darum, sich nach der ärgerlichen 21:25 (9:10)-Niederlage am vergangenen Wochenende beim TV Kattenvenne dem eigenen Publikum noch einmal mit einer vernünftigen Leistung zu präsentieren.

Was das Personal angeht, gibt es noch zwei Fragezeichen: „Ich hoffe, dass Till Schwenken nach seiner Oberschenkel-Zerrung aus dem Kattenvenne-Spiel wieder fit ist“, sagt Nowack. „Außerdem hat Marco Redmer noch Probleme mit dem Fuß, am vergangenen Wochenende konnte er nur unter Schmerzen spielen.“

HF-Reserve: Klare Sache zum Saisonausklang?

Eine klare Sache könnte man im letzten Saisonspiel der zweiten Mannschaft der Handballfreunde Reckenfeld/Greven 05 erwarten, denn der Tabellenachte, der bis dato in dieser Saison vierzehn Punkte sammelte, reist am Sonntag zum Ligaschlusslicht DJK Sparta Münster III (Anwurf 16:15 Uhr, Sporthalle Sentruper Höhe), das nur deren zwei einheimsen konnte. Trotzdem zögert 05-Trainer Andy Storkebaum, die Favoritenrolle anzunehmen. „In den letzten vier Spielen haben sie einen klaren Sieg geholt und zweimal nur knapp verloren. Einzig bei 08 setzte es eine standesgemäß deutliche Niederlage“, versucht er aus den letzten Ergebnissen auf die Stärken des letzten Gegners in dieser Saison zu schließen. Nein, so richtig in der Komfortzone fühlt sich der Trainer der Handballfreunde nicht, auch da sein eigener Kader im Laufe der Saison spürbar ausgedünnt ist.

Trotzdem hofft Andy Storkebaum auf einen Sieg zum Saisonausklang, den sich sein Team wahrlich verdient hätte. „Ohne die heftige Verletzungsmisere bei uns und vor allem in der ersten Mannschaft stünden wir deutlich weiter oben in der Tabelle“, vermutet er und wünscht seinem Team, das den achten Tabellenplatz unabhängig vom Ergebnis nicht mehr verlassen wird, noch einmal einen Sieg. Dafür setzt der 05-Coach auf die Tugenden, die seine Mannschaft im Laufe der Saison immer wieder Erfolg gebracht haben. „Die Abwehr muss stabil stehen, um den Angriff zu entlasten. Wenn wir gezwungen sind, vorne Tore zu machen, weil wir hinten zu viele kassieren, lässt bei uns zu schnell die Konzentration und Konsequenz nach.“ Wenn dies aber der Defensive um die Routiniers Florian Althoff und Christoph Wallroth gelingt, sind die Handballfreunde ein harter Brocken für jedes Team, wie auch der Trainer weiß. „Solange wir vorne befreit aufspielen können, sind wir schwer ausrechenbar.“ So hofft Andy Storkebaum darauf, dass der Gegner sich für die letzten Spiele nicht zu sehr verstärkt hat und den 05ern den erhofften versöhnlichen Saisonabschluss gewährt.



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