Fußball: Kreisliga B1 Münster
DJK hat die Nase vorn – Gimbte hofft auf Ausrutscher

Greven -

Diese Frage wird wirklich erst an diesem letzten Spieltag beantwortet: Wer wird Meister und steigt in die Kreisliga A direkt auf. Im Nah-Duell zwischen Tabellenführer DJK und Verfolger BG Gimbte steckt jede Menge Brisanz, so dass ein spannender Fußballnachmittag am Sonntag garantiert ist.

Samstag, 27.05.2017, 12:00 Uhr
Hofft auf einen Ausrutscher der DJK: Gimbtes Trainer Dragan Grujic.Hofft auf den entscheidenden Heimsieg: DJK-Trainer Peter Talmann.
Hofft auf einen Ausrutscher der DJK: Gimbtes Trainer Dragan Grujic.Hofft auf den entscheidenden Heimsieg: DJK-Trainer Peter Talmann. Foto: sba

Die Entscheidung naht. Am Sonntag um kurz vor 17 Uhr wird entweder der Jubel in der Emsaue aufbranden oder wenige Kilometer weiter an der Schlage. Dann nämlich steht fest, ob die DJK Blau-Weiß als Meister der Kreisliga B1 direkt aufsteigt oder ob Verfolger Gimbte den Tabellenführer auf der Zielgeraden ein- und überholt.

An Spannung ist dieser letzte Spieltag jedenfalls kaum zu überbieten, den Spielplanmachern sei dank. Die DJK empfängt zum Derby, was alleine schon seinen eigenen Reiz besitzt, den Tabellenvierten SC Greven 09 II. Derweil bekommt es der SC Gimbte mit dem Dritten, Fortuna Schapdetten, zu tun. Das Nah-Duell um den Titel wirft Fragen auf. Auf diese sechs Fragen liefern die Protagonisten vielsagende Antworten.

Wer besitzt die bessere Ausgangssituation?

Die Tabellenkonstellation spricht für die DJK, die die Meisterschaft aus eigener Kraft erringen kann. Bezwingen die Spieler um Peter Talmann und Peter Lakenbrink die Nachbarn aus der Schöneflieth, ist der Drops gelutscht und das Titelrennen entschieden. Dagegen muss Verfolger Gimbte selbst liefern und gleichzeitig auf einen Ausrutscher der DJK hoffen.

Wer ist in der besseren Verfassung?

Keine Frage, DJK und Blau-Gelb führen nicht ohne Grund die Kreisliga B an, mittlerweile mit komfortablem Vorsprung. Während die DJK seit Saisonbeginn als heißer Anwärter auf den Titel gehandelt wird, den Aufstieg auch als erklärtes Saisonziel genannt hat und auch seit Rückrundenbeginn von der Spitze grüßt, hat d sich der SC Gimbte als das Überraschungsteam der Liga entpuppt. Seit 24 Spielen ist die Mannschaft von Dragan Grujic und Daniel Helmes ungeschlagen. Im Rückrundenspiel vor drei Wochen (3:3) verpasste Gimbte nur knapp den Derbysieg und die Tabellenführung.

Wer hat am Sonntag die schwierigere Aufgabe?

Dragan Grujic glaubt, mit Schapdetten die härtere Nuss knacken zu müssen. „Schapdetten ist kämpferisch eine sehr starke Mannschaft mit den wenigsten Gegentreffern der Liga“, erklärt Gimbtes Trainer, warum sein Respekt vorm Dritten groß ist. „Wir müssen Kampf- und Laufbereitschaft zeigen, sonst wird es schwierig“, mahnt er, nicht dem Spielstand in der Emsaue, sondern der eigenen Partie die volle Konzentration zu widmen.

Welche Rolle spielt das Derby?

An dieser Stelle kommt Dennis Lammers ins Spiel. Der Trainer der 09-Reserve stellt unmissverständlich klar: „Wir fahren nicht zur DJK, um Spalier zu stehen.“ Lammers und sein Team haben vor allem einen Grund sich mächtig ins Zeug zu werfen: Im Hinspiel kassierten sie zuhause eine böse Klatschte. Das 0:6 bewertet Lammers weiterhin als das mit „Abstand schlechteste Saisonspiel“ seiner Mannschaft. „Es ist Derby-Zeit und da wollen wir diese Rechnung begleichen.“ Auch wenn mit Christian Wiesmann (Urlaub) und David Recker (gesperrt) zwei Spieler fehlen, schickt der SC 09 eine schlagkräftige Mannschaft Kader ins Rennen. Julian Lammers, Bastian Ascheberg nach verbüßter Rot-Sperre sowie Lennard Helmig, der am Sonntag sein vorerst letztes Spiel für 09 absolviert, stehen ebenso im Kader wie die Bezirksliga erfahrenen Pierre Ruch und Jonas Kortevoß. Lammers ist auch nach den Trainingseindrücken dieser Woche sicher, eine bis in die Haarspitzen motivierte Elf vorzustellen. Auch Peter Talmann glaubt: „Das wird kein Spaziergang. Wir gehen das Spiel mit Respekt, aber ohne Angst an.“

Wer besitzt personell die besseren Karten?

Wen wundert es, zu diesem Saisonfinale können sowohl die DJK als auch Gimbte aus dem Vollen schöpfen. Dragang Grujic muss zwar auf Artur Kosakowski und Marco Wienkamp verzichten, verfügt aber über genügend Alternativen. Peter Talmann sieht in dem Fehlen von Timo Ascheberg und Freddy Venschott ebenso kein Problem. „Wir haben uns gut vorbereitet.“

Und was passiert nach dem Schlusspfiff?

An der Schlage ist für eine Feier alles bereitet, unabhängig vom Ausgang. „Wir haben auf jeden Fall Saisonabschluss und hoffen, dass so viele wie möglich kommen“, lädt Dragan Grujic im Namen von erster und zweiter Mannschaft zum Grillen ein. Und in der Emsaue? „Es wird kräftig gefeiert“, sagt Peter Talmann. Und fügt hinzu: „Nachdem wir gewonnen haben.“

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