Fußball: Kreisliga B1 Münster
Haken dran!

Greven -

Die Meisterprüfung ist vollbracht: Nach fünf Jahren kehrt die DJK Blau-Weiß zurück in die Kreisliga A. Im letzten Saisonspiel lassen die DJKler nichts anbrennen. Um nach dem Schlusspfiff genauso fulminant zu feiern wie sie durch die Saison gestürmt sind.

Sonntag, 28.05.2017, 19:32 Uhr
Bevor Maurice Seikowski sich nach Roxel verabschiedet, macht er hier noch eben Nullneuns Felix Hehemann frisch. Freddy Venschott macht schon mal den Sekt auf. Erst grübeln,  dann jubeln: Peter Talmann. Die ganze Mannschaft hüpft, olé, olé! Als Favorit ist die DJK Blau-Weiß Greven angetreten, es folgte ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Gimbtern – und zum guten Schluss sind sie zurück in der Kreisliga A: Mit einem 3:0 im Derby gegen Greven 09 II machten sie am Sonntag alles klar.
Bevor Maurice Seikowski sich nach Roxel verabschiedet, macht er hier noch eben Nullneuns Felix Hehemann frisch. Freddy Venschott macht schon mal den Sekt auf. Erst grübeln,  dann jubeln: Peter Talmann. Die ganze Mannschaft hüpft, olé, olé! Als Favorit ist die DJK Blau-Weiß Greven angetreten, es folgte ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Gimbtern – und zum guten Schluss sind sie zurück in der Kreisliga A: Mit einem 3:0 im Derby gegen Greven 09 II machten sie am Sonntag alles klar. Foto: Stefan Bamberg

Wenn es schon was zu feiern gibt, dann ja wohl bitte mit Stil. Und ein gutes Pils braucht nun mal sieben Minuten. Alte Zapfer-Weisheit. Auf der Grevener Reservebank wissen sie das – also fangen sie lieber früh genug an. Vier Minuten sind noch auf der Uhr, da betankt Freddy Venschott schon mal das XXL-Glas. 87. 88. 89. 90. Dann ein klassischer Frühstart, die ersten wollen auf den Rasen. Doch Schiri Alexander Krombholz deutet an: Drei Minuten Nachspielzeit! Da kennt er nix, obwohl das Ding mit dem 3:0 längst durch ist. 91. 92. 93. Und jetzt pfeift er ab! Sieben Minuten fürs Bier, fünf Jahre für den A-Liga-Aufstieg – in der Summe stimmt das Timing, kann man wohl sagen. „Die DJK ist wieder da!“, singen die Fans. Seit 2012 mussten sie in der Emsaue auf diesen Tag warten.

„Wir waren oft nah dran“, meint Norbert Gellenbeck. „Heute sehe ich eine Mannschaft aufsteigen, die zu 80 Prozent aus Eigengewächsen besteht – einfach überragend!“ Dann schweigt der Abteilungsleiter – und genießt. Jeder mit blau-weißem Herz hat hier Hühnerpelle – jeder auf seine Weise. Peter Lakenbrink, der Trainer-Newcomer, und sein Kapitän Chris Helmig verschwinden schnell in der Jubeltraube. Taktik-Fuchs Peter Talmann versucht etwas halbherzig, der obligatorischen Dusche zu entgehen – und kriegt seine Hopfenkaltschale dann natürlich doch noch verdünnt. „Wir haben nichts anderes erwartet als Platz eins“, sagt Talmann. Jetzt haben sie ihn. Haken dran. Der Druck, den sie sich von Saisonbeginn an selbst gemacht haben, fällt nun ab. Talmann ist stolz, das ist ihm anzumerken: Es läuft die Schlussphase, als er sich erstmals süffisant lächelnd abwendet. Als selbst er – der im Fußball schon so vieles erlebt hat – weiß, dass hier nix mehr passieren wird.

Zwischendurch hätte es tatsächlich noch mal eng werden können: Der Gegner, die 09-Reserve, ist gewiss nicht nur zum Sonnenbaden da, Dennis Lammers‘ Mannschaft spielt vor knapp 500 Leuten mitunter ganz schön keck auf – ist aber hinten zweimal unsortiert: Torben Mais erst per Torwart-Tunnel, dann per Lupfer – 1:0, 2:0 (13./37.), der Mais ist heiß. Und überglücklich, obwohl ihm Kollege Maurice Seikowski die Torjägerkrone wegschnappt: Mit seinem 3:0 (90.) verabschiedet sich das kleine Hüttenmonster nach Roxel. Aber noch nicht heute. Heute wird gefeiert.

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